Technischer Defekt wahrscheinliche Ursache

Mehrfamilienhaus unbewohnbar: Acht Personen in Krankenhäuser gebracht

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[Update 9.43 Uhr] Schalksmühle - Am Donnerstagabend geriet am Mollsiepen ein Stromverteilerkasten im Hausflur eines Mehrfamilienhauses in Brand. Feuerwehr und Polizei wurden gegen 19.35 Uhr alarmiert. Ein Hausbewohner hatte den Brand bemerkt. Alle Bewohner hatten zügig das Haus verlassen. Sieben Personen mussten wegen des Verdachts auf Rauchgasvergiftung den Krankenhäusern Schwelm und Lüdenscheid zugeführt werden. Ein Feuerwehrmann verletzte sich im Einsatzverlauf und wurde ebenfalls in eine Klinik eingeliefert.

"Im Bereich des Stromverteilerkastens entstanden etwa 1500 Euro Sachschaden. Ein Gebäudeschaden entstand nicht. Brandursächlich war mit hoher Wahrscheinlichkeit ein technischer Defekt. Die Ermittlungen dauern an", teilte die Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis am Freitagmorgen mit.

Über Meldeempfänger und Sirene wurde die Löschgruppe Schalksmühle am Donnerstagabend zum Brand nach Mollsiepen gerufen. In einem Mehrfamilienhaus war es laut Pressemitteilung der Freiwilligen Feuerwehr zu einer Brandentwicklung in der Stromunterverteilung im Hausflur des Gebäudes gekommen. 

Alle Bewohner hatten beim Eintreffen der Feuerwehr das Haus verlassen - sechs hatten allerdings giftige Rauchgase eingeatmet und kamen in Krankenhäuser. Das Haus ist aktuell ohne Strom und daher nicht bewohnbar, alle dort lebenden Personen kamen anderswo unter.

Die Feuerwehr Schalksmühle löschte den Brand in der Stromunterverteilung mit Kohlendioxid-Löschern und anschließend unter Wahrung eines außreichenden Abstandes mit einem C-Rohr. Das betroffene Gebäude wurde mit einem Hochleistungslüfter rauchfrei geblasen. Es ist aktuell aufgrund fehlender Stromversorgung aber nicht bewohnbar. Alle Betroffenen konnten glücklicherweise eine temporäre Ersatzunterkunft finden.

Bei dem Einsatz wurden sechs Bewohner mit dem Verdacht einer Rauchgasvergiftung Krankenhäusern zugeführt.

"Aufgrund der hohen Patientenanzahl musste eine sogenannte "Manv-Lage" ("Massenanfall von Verletzten") ausgelöst werden. Das heißt, es war ein erhöhter Bedarf an rettungsmedizinischer Behandlung nötig, nämlich für sechs Patienten. Daher waren neben der Löschgruppe Schalksmühle sechs Rettungswagen, drei Krankentransportwagen und zwei Notarzteinsatzfahrzeuge vor Ort", heißt es weiter. 

Den Rettungsdiensteinsatz leitete der Organisatorische Leiter Rettungsdienst zusammen mit dem Leitenden Notarzt. Das DRK Schalksmühle e.V. wird zu solchen Einsätzen sofort mitalarmiert und war mit einem Krankentransportwagen und sechs Kräften an der Einsatzstelle.

Die Löschgruppe Schalksmühle war mit 18 Ehrenamtlichen im Einsatz, der gegen 21.15 beendet werden konnte. - eB

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