Vergleich am Landgericht

Bordell in Kuhlenhagen muss schließen

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Das Bordell „Golden House“ muss schließen und Betreiberin Mariana Simion bis zum 31. März ausziehen. Darauf einigten sich beide Parteien jetzt im Rahmen eines Vergleichs vor dem Hagener Landgericht. Wie es danach mit der Immobilie weitergeht, steht derzeit noch nicht fest.

Schalksmühle - Nun ist es amtlich: Das Schalksmühler Bordell „Golden House“ muss schließen. Am Freitag einigten sich beide Parteien vor dem Hagener Landgericht auf einen Vergleich, in dessen Zuge Bordell-Betreiberin Mariana Simion das Gebäude in Kuhlenhagen bis zum 31. März räumen muss.

Eine Rückzahlung der von ihre getätigten Investitionen in die Immobilie erhält Simion nicht, da sie diese vor Gericht nicht eindeutig nachweisen konnte. Dafür verzichten die Immobilienbesitzer Berker und Junker auf eine Zahlung der Nebenkosten für die Jahre 2013 und 2014.

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Bordell-Betreiberin Mariana Simion ist vom Urteil enttäuscht. „Ich habe natürlich auf ein anderes Ergebnis gehofft.“ Da sich Simion und die Frauen in der Gegend wohlfühlen, sucht sie jetzt im Kreisgebiet nach einer neuen Immobilie. „Am liebsten möchte ich jetzt einen neuen Club finden. Falls das nicht klappt, suche ich eine Wohnung, die nicht gewerblich genutzt werden soll.“ Sowohl Mariana Simion als auch zwei Frauen wohnen in der Immobilie und verlieren durch den Auszug nicht nur ihren Arbeitsplatz, sondern auch ihr Zuhause.

„Wir sind mit dem Urteil zufrieden“, sagte Manfred Berker. Wie die Immobilie in Kuhlenhagen ab April genutzt werden soll, stehe derzeit aber noch nicht. Berker erklärte, dass er abwarten will, ob Simion tatsächlich zum 31. März auszieht. „Es wird ein anderweitige Nutzung geben. Welche steht allerdings noch nicht fest. Das schauen wir dann.“ Ein Gastronomiebetrieb sei aber „durchaus denkbar“.

Nach Auskunft von Manfred Berker müsse etwas in Kuhlenhagen etabliert werden, was zu den Planungen der Gemeinde zur Errichtung eines Kunstrasenplatzes passe. Dafür gebe es derzeit auch Interessenten. Die Gespräche sollen in den kommenden Wochen geführt werden.

Bereits im Sommer 2013 hatten Manfred Berker und Monique Junker eine Räumungsklage gegen Simion und zwei weitere Bewohner des Hauses eingereicht. Im August 2013 fand der erste Gerichtstermin am Hagener Landgericht statt. Der zuständige Richter Wolfgang Rathsack stellte damals fest: „Beide Parteien beantragen, das Verfahren für außergerichtliche Vergleichsverhandlungen ruhen zu lassen.“

Doch die Gespräche hinsichtlich eines Kaufvertrages scheiterten. Daher reichten Berker und Junker eine zweite Räumungsklage ein, die durch den gültigen Vergleich nun vor dem Landgericht beendet wurde.

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