Silvester 2020

Feuerwerk-Verbot wegen Corona - das müssen Sie beachten

Silvester 2020, Corona. Böllerververbot
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Silvester 2020: Auch den Jahreswechsel werden die Schalksmühler wegen Corona anders als sonst gestalten müssen. Da der Verkauf von Feuerwerk verboten ist, sind Alternativen zum Knallen gefragt.

Darf zum Jahreswechsel überhaupt Feuerwerk in Schalksmühle gezündet werden? Diese Frage stellt sich angesichts der Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie. Unsere Redaktion hat versucht, die wichtigsten Antworten rund um das Böllern an Silvester zu geben.

Wann darf Feuerwerk gezündet werden?

Jedes Jahr in der Nacht vom 31. Dezember auf den 1. Januar ist das Abbrennen von Silvesterfeuerwerk erlaubt.

Ab welchem Alter darf geböllert werden?

Nur Erwachsene (ab 18 Jahre) dürfen zum Jahreswechsel Feuerwerk der sogenannten Kategorie F2, also Batterien, Raketen und Böller nutzen. Kleinstfeuerwerk der Kategorie F1, zum Beispiel Tischfeuerwerk, Wunderkerzen und andere Artikel, die für den Gebrauch im Haus bestimmt sind, dürfen schon von Personen ab zwölf Jahren abgebrannt werden – und dies das ganze Jahr über. Feuerwerk der Kategorien F3 und F4 dagegen darf nur mit besonderer behördlicher Erlaubnis verkauft, besessen und abgebrannt werden.

Ab wann ist Feuerwerk erhältlich?

Normalerweise ist Silvesterfeuerwerk nur an den letzten drei Tagen des Jahres erhältlich und darf nur an Erwachsene verkauft werden. Eine Zuwiderhandlung ist nach dem Sprengstoffgesetz strafbar. Aufgrund der aktuell gültigen Coronaschutzverordnung ist in diesem Jahr Verkauf und Erwerb von F2-Feuerwerk auch in Schalksmühle verboten.

Welche Böller dürfen gezündet werden?

Feuerwerkskörper müssen von der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) oder einer vergleichbar benannten Stelle überprüft und zugelassen sein.

Sie erhalten dann ein amtliches Zulassungszeichen. In Deutschland darf nur zugelassenes Feuerwerk gekauft und abgebrannt werden. Nicht zugelassene Feuerwerkskörper sind verboten. Der Besitz, die Weitergabe und das Abbrennen sind gemäß Sprengstoffgesetz strafbar. Es drohen Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren oder Geldstrafen bis zu 50 000 Euro.

Hinzu kommt, dass sich derjenige strafbar macht, der einen Sprengsatz beispielsweise anhand einer Anleitung aus dem Internet selbst herstellt. Bei entsprechenden Vergehen droht eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren. Strafbar ist ebenfalls das Herbeiführen einer Explosion.

Zwar ist der Besitz von Vorjahres-Feuerwerk nicht verboten. Dennoch bergen diese Böller und Raketen mögliche Gefahren aufgrund mangelnder Haltbarkeit oder falscher Lagerung. Deshalb sollten nur Feuerwerkskörper verwendet werden, die optisch keine Mängel erkennen lassen. Fehlgezündete Feuerwerkskörper und Blindgänger sollten auf keinen Fall wieder angezündet, sondern entsorgt werden.

Wo ist das Böllern erlaubt?

Das Abbrennen von Feuerwerkskörpern ist in einigen Innenstädten oder fest gelegten Bereichen grundsätzlich verboten, wie etwa in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen. Aufgrund der aktuellen Schutzverordnung sind auch in Schalksmühle zudem Ansammlungen auf öffentlichen publikumsträchtigen Plätzen und Straßen verboten.

Das Ordnungsamt appelliert in diesem Zusammenhang an die Bürger, sich an die Verordnung halten. Silvia Gonzalez, Leiterin der gemeindlichen Ordnungsbehörde, weist darauf hin, dass man mit dieser Maßnahme die Krankenhäuser entlasten wolle. Generell ist das Abfeuern von Böllern in der Gemeinde wie auch in ganz Nordrhein-Westfalen auf privatem Gelände wie Hofeinfahrten oder Gärten nicht verboten. Die Verwaltung verzichtete auf ein generelles Böller-Verbot. Man rät aber davon ab.

Bußgelder und Freiheitsstrafen

  • Ordnungswidrigkeiten werden gemäß § 73 Absatz 2 des Infektionsschutzgesetzes mit einer Geldbuße bis zu 25 000 Euro geahndet. Ordnungswidrig im Sinne des § 73 Absatz 1a Nummer 24 in Verbindung mit §§ 32, 28 Absatz 1 Satz 1 und 2 des Infektionsschutzgesetzes handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig:
  • 19a. entgegen § 10 Absatz 5 öffentlich ein Feuerwerk veranstaltet,
  • 20d. entgegen § 11 Absatz 5 Nummer 2 Feuerwerkskörper oder andere Pyrotechnik verkauft oder erwirbt.
  • Zuwiderhandlungen gegen das Bundessprengstoffgesetz:
  • Feuerwerk ohne Genehmigung an anderen Tagen außer vom 31. Dezember bis 1. Januar gezündet bis 10 000 Euro
  • nicht zertifizierten Knaller gezündet oder hergestellt bis 50 000 Euro oder Freiheitsstrafe bis 3 Jahre
  • Andere Personen oder fremde Gegenstände von besonderem Wert durch Feuerwerkskörper gefährdet: individuelle Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren

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