Austausch über die Landegrenzen hinaus

Blick nach England: Schule im MK möchte Beziehungen ausweiten

Blick nach England: Die beiden englischen Schüler, Amber Newbould (links) und Horton Lane-Cole (rechts), die die Dialoge für die Kinder der Primusschule auf Audio-Dateien aufgenommen haben, zusammen mit Cornelia Weiland-Jones aus Lüdenscheid und Schulleiter Mark Crofts.
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Blick nach England: Die beiden englischen Schüler, Amber Newbould (links) und Horton Lane-Cole (rechts), die die Dialoge für die Kinder der Primusschule auf Audio-Dateien aufgenommen haben, zusammen mit Cornelia Weiland-Jones aus Lüdenscheid und Schulleiter Mark Crofts.

Eine Schule im MK blickt nach England und betreibt einen Austausch zwischen Schülern und Lehrern. Der soll in Zukunft weiter ausgebaut werden, so die Pläne.

Schalksmühle/Withernsea – Bei einem Einsatz des Posaunenchores Brügge lernten sie sich kennen: Karin Krummel, die im Chor Mitglied ist und an der Primusschule in Schalksmühle unterrichtet, und Cornelia Weiland-Jones, aus Lüdenscheid stammende Lehrerin an der Withernsea High School an der Nordseeküste in Yorkshire/England. Diese Freundschaft geben sie an ihre Schüler weiter.

Durch ihre Liebe zur englischen Sprache und gemeinsame Interessen – Karin Krummel hat in der schottischen Hauptstadt Edinburgh studiert – kamen sie rasch miteinander ins Gespräch. Inzwischen können ihre Schüler von ihren freundschaftlichen Kontakten profitieren. Die beiden Lehrerinnen tauschen Unterrichtsmaterial aus. In der Schule in England kam der Wunsch auf, im Rahmen des Unterrichtsthemas „A trip to a new place“ (Ein Ausflug zu einem neuen Ort) Dialoge der Schüler auf Audio-Dateien aufzuzeichnen und diese der Primusschule zuzuschicken. Die Schüler in Withernsea begeisterten sich zusammen mit ihrer Lehrerin für diese Idee und sorgten auch bei den Schalksmühler Schülern für Begeisterung, als die Aufnahmen bei ihnen ankamen.

Audio-Dateien von englischen Schülern eingesprochen

Die neun bis 13 Jahre alten Schulkinder, die an dem jahrgangsübergreifenden Unterricht in der Neptungruppe von Karin Krummel teilnehmen, hörten sich die von den englischen Muttersprachlern gesprochenen Dialoge mit großem Interesse an und sprachen sie möglichst genau nach.

Der Austausch läuft: Kinder der Neptungruppe, die bereits fleißig Briefe an die englischen Schüler schreiben, stehen zusammen mit Karin Krummel vor dem Turm der Primusschule.

Die Mädchen und Jungen von der Primusschule sind vor allem erfreut darüber, dass der Kontakt zu Schülern in Großbritannien zustande gekommen ist. Auch Mark Crofts, Schulleiter in Withernsea, ist – ebenso wie die Eltern der Schulkinder – von dem Projekt begeistert und erklärt, dass es seine volle Unterstützung habe. Die Verbindung zwischen den beiden Schulen soll unbedingt weiter ausgebaut werden. Deshalb üben sich die Primusschüler in den Ferien eifrig im Schreiben von Briefen in englischer Sprache. In den Briefen, die gleich nach den Sommerferien abgeschickt werden, teilen sie den jungen Engländern unter anderem mit, welche Hobbies und welche Haustiere sie haben und was die Besonderheit der Primusschule ausmacht.

Besuch in England ist nicht ausgeschlossen

Die deutschen Kinder haben erfahren, dass die Withernsea High School eine Schule ist, der es auf Horizonterweiterung und Zukunftsperspektiven ihrer Schüler ankommt, deren Fähigkeiten und Wissen sie erweitern will. Einige Schalksmühler Schulkinder haben auch schon gefragt, ob es möglich sei, der Schule in Withernsea, der Kleinstadt und dem Badeort an der nordöstlichen Küste Englands, einen Besuch abzustatten. Solche Pläne sind, so Karin Krummel, angesichts von Brexit und Corona-Pandemie „noch Zukunftsmusik“.

Zusammen mit ihrer deutschen Kollegin in England ist sie sich jedoch schon darin einig, dass gute Perspektiven für engere Verbindungen bestehen. Mit Hilfe ihrer interkulturellen Beziehungen möchten sie einen kleinen Beitrag zur Völkerverständigung und Stärkung Europas leisten. Denn darin, dass sie die Sprachkompetenz ihrer Schüler fördern, ihnen Einblicke in eine andere Kultur gewähren, sie über die Grenzen hinweg zusammenführen und ihnen die Möglichkeit geben, miteinander Freundschaften zu schließen, sehen sie gute Voraussetzungen für Zusammenhalt, Toleranz und Frieden in Europa.

Schüler sollen „zusammenwachsen“

In der Zeit, in der es noch nicht möglich ist, sich gegenseitig zu besuchen, wollen die Kolleginnen Krummel und Weiland-Jones, dass ihre Schüler „zusammenwachsen“ – durch regelmäßige Zoom-Meetings der deutschen und englischen Schüler, die man für die Zeit nach den Sommerferien anvisiert. Das dürfe für die Schalksmühler eine gute Gelegenheit sein, „die Primusschule in die Welt zu tragen“.

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