Strafverfahren

Strafverfahren gegen Pastor im MK wegen Kinderpornografie: So reagiert das Bistum

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Ein katholischer Pastor ist suspendiert. Der Besitz von kinderpornografischem Material ist der Grund. Das Bistum Essen äußert sich zum weiteren Vorgehen.

Schalksmühle/Altena/Essen - Anfang der Woche wurde bekannt, dass sich der Vorwurf der Staatsanwaltschaft Hagen gegen einen katholischen Pastor wegen des Besitzes von kinderpornografischen Materials erhärtet hat. Er war in Halver und vorrangig Schalksmühle tätig, in der Vergangenheit auch in Altena und Nachrodt. 

Dem Beschuldigten ist die Anklageschrift zugestellt worden und das Gericht prüft nun den festgestellten hinreichenden Tatverdacht. Auf Nachfrage beim Bistum Essen schildert Pressesprecher Ulrich Lota das weitere Vorgehen seitens der Kirche. 

Kircheninterne Untersuchung möglich

Das kanonische Voruntersuchungsverfahren, also die kircheninterne Untersuchung, sei noch nicht eingeleitet. In der Regel werde ein solches Verfahren erst nach Abschluss der Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft oder gegebenenfalls zum Ende des Strafverfahrens beziehungsweise Prozesses eröffnet. „Der Grund dafür ist, dass die Kirche in keiner Weise die Ermittlungen der staatlichen Strafverfolgungsbehörden beeinträchtigen will.“ 

In einigen Fällen habe es sich außerdem als sinnvoll erwiesen, die Bearbeitung eines Falles von Staatsanwaltschaft und Gericht abzuwarten, da man auf Beweise, die in diesem Zusammenhang erhoben worden sind, im kirchlichen Verfahren Bezug nehmen könne. 

Wie es jetzt um dem Beschuldigten steht, erklärt der Pressesprecher wie folgt: „Der Priester ist außer Dienst gestellt, seelsorgliche und liturgische Dienste zu übernehmen, sind ihm untersagt.“

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