Tanzshow beim TSD: Bewegter Blick ins Fotoalbum

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Mit Masken und vielfältigen Utensilien zauberten die rund 60 Tänzerinnen der Tanzgruppen des TuS Stöcken-Dahlerbrück heitere, traurige, geheimnisvolle und poetische Bilder auf die Bühne der Jahnturnhalle.

Schalksmühle - Tanz in seinen vielfältigsten Ausdrucksformen, von einfachen Schrittfolgen bis hin zu komplexen Bewegungsabläufen und ausgefeilten, ausdrucksstarken Choreographien: Ein Zeugnis erster Güte stellten sich am Samstag die Tanzgruppen des TuS Stöcken-Dahlerbrück bei ihrer Tanzshow „Pictures in Motion“, einer bewegten Reise durch das Leben, aus.

Von Monika Salzmann 

Zweimal hintereinander präsentierten die rund 60 Mitwirkenden in der voll besetzten Jahnturnhalle ihre zauberhaften „Bilder in Bewegung“, die das Publikum zu Begeisterungsstürmen hinrissen. Eine Fortsetzung lieb gewonnener Tradition, fest im Vereinsleben verankert, stellte der erste Vorsitzende Ulrich Lauterjung bereits in seiner Begrüßung in Aussicht.

In bewegten Bildern ließen die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus den sechs Tanzgruppen des TuS Stöcken-Dahlerbrück Ereignisse und Erlebnisse aus dem Leben einer alten Dame Revue passieren, die im Fotoalbum blätterte und in Erinnerungen schwelgte. Kindheit, Jugend, schwere Kriegsjahre, Jahrmarktvergnügen und wildes Partyleben, der erste Liebeskummer, Flucht ins Arbeitsleben und Hochzeit als schönster Tag im Leben erwachten tänzerisch zum Leben.

In farbenprächtigen Kostümen tauchten die Gruppen in die federführend von Christina Djihangiroff, ferner Karin Hinzmann und Kerstin Kailing erarbeitete Show ein. Kleine Cowgirls mit lustigen Steckenpferden versprühten die Unbekümmertheit und Lebensfreude der Kindheit. In tristes Grau gehüllt, „starben“ die Menschen in der Kriegsszene, in der das Leid zum Greifen nahe war, wie die Fliegen dahin.

Tanzshow "Pictures in motion" des TSD

Ebenso viel Feingefühl wie bei den Kostümen und den sorgsam ausgewählten Requisiten (Schaukelstuhl, Tannenbaum etc.) bewiesen die drei Trainerinnen bei der Musikauswahl, die vom Ohrwurm „Wake Me Up“ (Avicii) bis zum Soundtrack aus „Schindlers Liste“ reichte.

Farbiges Licht setzte die kleinen und großen Tänzerinnen aus den Gruppen „Cool-Kids“, „New Generation“, „Starlight“ „Moxie“, „Splendid“ und „Notorious“ perfekt in Szene. Als Stimme aus dem Hintergrund war die alte Dame, die sich beim Anblick des Klassenfotos an die Schulzeit oder das erste Date mit Kinobesuch erinnerte, bei der rasanten Show allgegenwärtig. Ein überdimensionaler Rahmen vermittelte den Eindruck, dass die lebendigen Bilder direkt dem Fotoalbum entstiegen.

Unterschiedlichsten Tanzstilen frönten die Gruppen mit Lust und Leidenschaft. Ob Street Dance, Hip-Hop, Jazztanz oder moderner Ausdruckstanz als Spiegel menschlicher Gefühle und Empfindungen: Die Vielfalt war enorm. Mal liebäugelten die jungen Akteure mit den goldenen 20er-Jahren und dem Charleston, mal standen die 50er-Jahre mit Petticoat und Rock’n’Roll bildhaft vor Augen.

Mit Masken und vielfältigen Utensilien (Schirmen, Schwungtuch etc.) zauberten sie heitere, traurige, geheimnisvolle und poetische Bilder auf die Bühne. Allerliebst waren die kleinen Cowgirls beim fröhlichen Kindertanz anzusehen. Sogar die sportlichen und artistischen Elemente mit „Menschenpyramide“ und Anleihen bei Gymnastik mit Ball und Band fehlten nicht in dieser mitreißenden, furiosen Show.

In der Pause versorgte Hallenwirt Freddy Quist die Besucher mit Schnittchen, Kuchen, Frikadellen und Salaten.

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