Insolvenz bei Firma in Schalksmühle

Dawedeit stellt Insolvenzantrag - Ermittlungen gegen Geschäftsführung

+
Die Firma Dawedeit hat einen Insolvenzantrag gestellt.

Schalksmühle - Mehr als 90 Mitarbeiter arbeiten in Schalksmühle bei der Firma Dawedeit, die einen Insolvenzantrag gestellt hat.

Nachdem Ende vergangener Woche bekannt wurde, dass neben dem Tochterbetrieb SBT (Stanz- und Biegeteile) in Lüdenscheid auch das Schalksmühler Mutterunternehmen Dawedeit GmbH in wirtschaftlichen Schwierigkeiten steckt, bleiben viele Fragen weiterhin ungeklärt. Derzeit ist nur bekannt, dass zumindest der Geschäftsbetrieb mit dem vorhandenen Personal weiterlaufen soll.

Wie in einer entsprechenden Bekanntmachung des Amtsgerichtes Hagen zu lesen ist, wurde über das Familienunternehmen, das im Bereich des Werkzeugbaus und in der Fertigung von Stanz- und Umformteilen für die Automobil-, Elektro- und Elektronikindustrie tätig ist, ein Insolvenzantragsverfahren eröffnet. Dieser Schritt wird in der Regel zuerst gemacht, wenn aufgrund einer drohenden oder bereits vorhandenen Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit ein Insolvenzverfahren angestrebt werden soll. 

Gründe liegen weiter im Dunkeln

Die Gründe für die Schieflage bei Dawedeit liegen allerdings weiter im Dunkeln. Auf Anfrage unserer Zeitung bei der Anwaltskanzlei ATN mit Sitz unter anderem in Ennepetal, aus deren Reihen mit Prof. Dr. Peter Neu der vorläufige Insolvenzverwalter gestellt wird, heißt es, dass man aufgrund des Gläubigerverfahrens im Zusammenhang mit dem Tochterunternehmen in Lüdenscheid gegen die Geschäftsleitung bedauerlicherweise derzeit keine weiteren Auskünfte zu dem Betrieb an der Golsberger Straße erteilen könne. 

Versichern könne man aber, dass der Geschäftsbetrieb, der seit 1971 läuft, nach derzeitigem Stand mit den rund 90 Mitarbeitern weitergeführt werde, heißt es vonseiten der Kanzlei. Wie bereits berichtet, seien laut Auskunft des Kommissariats für Wirtschaftsstraftaten des Polizeipräsidiums Hagen nach einer Strafanzeige Ermittlungen gegen die Dawedeit-Geschäftsführerin aufgenommen worden. Oberstaatsanwalt Dr. Gerhard Pauli bestätigt dies auf Nachfrage.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare