Ritzhaupt auf „Heißem Stuhl“: Besonderer Gottesdienst der FeG

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Heißer-Stuhl-Gottesdienst der FeG: Fred Ritzhaupt (links) auf dem „Heißen Stuhl“. Die Fragen stellte Joachim Specht.

Schalksmühle - „Sich regen bringt Segen“, sagt das Sprichwort. „Viel Glück und viel Segen“, heißt es zum Geburtstag. Vielerorts taucht das Wort Segen in Redewendungen und im allgemeinen Sprachgebrauch auf. Was aber ist Segen? Wer kann/darf segnen? Ist der Segen mächtiger als ein Gebet?

Fragen rund um den Segen beantwortete Pastor Fred Ritzhaupt am Sonntag in der Freien evangelischen Gemeinde (FeG) bei einem interaktiven, sehr gut besuchten „Heißen Stuhl“-Gottesdienst.

Zum zweiten Mal stellte sich Ritzhaupt, der mit der ungewöhnlichen Gottesdienstform bei seiner früheren Gemeinde in Göppingen gute Erfahrungen gemacht hat und daran in Schalksmühle anknüpfen möchte, den Fragen der Besucher.

Das „Interview“ mit dem Pastor führte Joachim Specht, der eine kurze Einführung ins Thema gab. Eine, wenn es hoch kam, zwei Minuten hatte Ritzhaupt Zeit, die auf farbigen Zetteln aufgeschriebenen Fragen der Besucher – darunter auch einige neue Gesichter – zu beantworten.

Ein Anspiel bereitete auf die Predigt zum Thema und die Fragerunde vor. „Im Sprachgebrauch ist Segen gegenwärtig“, erklärte Fred Ritzhaupt bei seiner Predigt. Im Alten Testament gebe es einen ganzen Katalog von Begriffen, was sich Menschen unter Segen vorstellen. Früher sei viel für den Segen Gottes getan worden. Das habe sich geändert, nicht zuletzt, weil es unter Christen kein bewusstes Eintreten für den Segen gebe. „Es gibt Frust unter Christen: Es tut sich ja nichts.“

Nichtsdestotrotz sei der Segen Ausdruck des christlichen Auftrags. „Wir sind die, die das, was Gott schenken möchte, anfangshaft in Gang setzen.“ Mit Worten von Dietrich Bonhoeffer – „Segnen heißt: Die Hand auf etwas legen und sagen: Du gehörst trotz allem Gott“– schloss er seine Ausführungen.

Gottesdienstbesucher stellen viele Fragen

Mit einer Vielzahl von Fragen zum Thema sah sich Ritzhaupt anschließend auf dem „Heißen Stuhl“ konfrontiert. „Wer segnet: Gott oder ich?“, „Wirkt Segen anders als Gebet?“ oder „Habe ich Gottes Segen verloren, wenn es mir nicht gut geht?“, waren einige davon. „Segnen ist das Weitergeben dessen, was Gott einem Menschen schenken will. Gott weiß, was ein Mensch am nötigsten braucht“, erklärte Ritzhaupt.

Geistlichen Zustand am Konto abzulesen, wäre katastrophal. Um Enttäuschung, Gnade, die Befugnis zum Segnen, das Handauflegen und vieles mehr ging es in den Fragen. Jeder konnte die Fragen, die ihm auf dem Herzen lagen, unerkannt und anonym loswerden. Ebenso viele Gründe wie zum Fragen fanden die Gottesdienstbesucher anschließend zum Danken.

Musikalisch umrahmten Rolf Gerlach (Klavier), Laurina Affeld (Gitarre), Steffi Jäger (Gesang) und Volker Bachmann (Gitarre) den etwas anderen Gottesdienst.

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