Bescheidenheit: Ehrenwert, aber fehl am Platze

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Helfen beim Kräfte bündeln und Fachkräfte sichern (von links): Jens Sandmeier (GWS), Harald Jung (Jung), Jochen Schröder (GWS), Hans-Josef Walter (Handwerkskammer Südwestfalen), Martin Herms (Jung), Andreas Lux (Südwestfälische Industrie- und Handelskammer Hagen), Dirk Glaser (Südwestfalen Agentur), Christian Schirp (Jung), Gerhard Bexkens (Jung), Kirsten Staubach (GWS) und Landrat Thomas Gemke.

SCHALKSMÜHLE ▪ „Regionale 2013 ist mehr als nur der Burgaufzug in Altena“, sagte gestern Dirk Glaser anlässlich der Präsentation des Projekts Fachkräftsicherung in Südwestfalen. Glaser, Geschäftsführer der Südwestfalen Agentur, sowie Thomas Gemke, Landrat des Märkischen Kreises und Aufsichtsratsvorsitzender der Südwestfalen Agentur, nahmen das Handlungspapier zum Thema „Kräfte bündeln – Fachkräfte für Südwestfalen sichern“ entgegen.

Erarbeitet hat den Überblick Kirsten Staubach von der Gesellschaft zur Wirtschafts- und Strukturförderung im Märkischen Kreis (GWS). Die Diplom-Ingenieurin für Raumplanung stellte ihre Analyse in der Schalksmühler Firma Jung vor. Harald Jung, in dritter Generation Geschäftsführer des 99 Jahre alten Familienbetriebes, begrüßte die Gäste in seinem Unternehmen.

Das Thema Fachkräftesicherung wurde von Staubach im Rahmen des Regionale-Projekts „Branchenkompetenzen Südwestfalen“ bearbeitet. Fachkräftesicherung ist ein wesentlicher Teil der strategischen Zukunftsplanung vieler südwestfälischer Unternehmen. „Bei der Firma Jung ist das Problem rechtzeitig erkannt worden und es wird in vorbildlicher Weise daran gearbeitet“, sagte Staubach. Viele andere Unternehmen in der Region Südwestfalen hätten aber erhebliche Defizite und wüssten zum Teil nicht, wie sie an die dringend benötigten Fachkräfte kommen sollen.

Da setzt die Untersuchung der GWS an: Zusammen mit ihren Kooperationspartnern hat die GWS ein Übersicht von rund 50 Projekten, Initiativen und Zusammenschlüssen erstellt, die sich mit der Aufgabe befassen, junge Leute für eine betriebliche Ausbildung in der Region zu interessieren. Bescheidenheit, die sonst die Menschen der Region auszeichnet, sei in diesem Falle fehl am Platze, meinte Glaser: „Wir müssen als eine der wirtschaftlich stärksten Regionen Nordrhein-Westfalens offensiv auf unsere Attraktivität hinweisen“.

Dabei helfen die Kooperationspartner, denn sie treten als Multiplikatoren auf: Neben der GWS sind dies Wirtschaftsförderung Kreis Soest, die Kompetenzregion Mittelstand Siegen-Wittgenstein, die Wirtschaftsförderungsgeselschaft Hochsauerlandkreis, die Wirtschafts- und Strukturförderung Kreis Olpe, die Südwestfälische Industrie- und Handelsklammer Hagen, die Industrie- und Handelsklammer Arnsberg/Hellweg-Sauerland, die Industrie- und Handelsklammer Siegen, die Handwerkskammer Südwestfalen sowie die Handwerkskammer Dortmund. ▪ bomi

Das Handlungspapier mit Projekten und Adressen steht als Langfassung sowie in Kurzfassung als Faltblatt auf den Internetseiten der Kooperationspartner zum Download bereit.http://www.gws-mk.de

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