Schöne Beleuchtung oder Dunkelkammer?

Nach den Wünschen des UWG-Vorsitzenden Bernd Müller soll in diesem Jahr wieder das Rathaus beleuchtet werden. Diesen Standpunkt vertrat er im Hauptausschuss.

SCHALKSMÜHLE ▪ Kerzen, Sterne und Tannenzweige leuchten in bunten Farben. Am Fuße des illuminierten Rathauses ist eine bunte Zeltstadt aufgebaut. Es riecht nach Glühwein und gebrannten Mandeln – so stellt sich Bernd Müller den Schalksmühler Weihnachtsmarkt wieder vor.

Doch: Vor einigen Jahren fiel die Entscheidung, das Rathaus nicht mehr zu beleuchten. „Die bunten Fenster waren die Attraktion des Weihnachtsmarktes“, sagte Bernd Müller im Hauptausschuss. Zahlreiche Besucher seien deshalb gekommen. Müller: „Darum haben uns viele andere Kommunen beneidet und wir haben das einfach aufgegeben.“ Daher forderte er von Bürgermeister Jörg Schönenberg, dass in diesem Jahr wieder die Beleuchtung installiert wird.

Schönenberg sprach von zwei Gründen, die damals dafür gesprochen hätten, das Rathaus nicht mehr zu beleuchten. „Erstens waren die Pappen aufgebraucht und zweitens hatten die Mitarbeiter des Rathauses, die auf der Seite ihr Büro haben, fünf Wochen lang eine Dunkelkammer. Das ist nicht zumutbar.“

Durch die fehlende Beleuchtung habe der Weihnachtsmarkt deutlich an Attraktivität verloren, erklärte Müller. Der UWG-Vertreter meinte, dass sich sicherlich eine Schule oder ein Kindergarten fände, der auf Tonkarton und buntem Transparentpapier wieder weihnachtliche Motive für die Rathausfenster gestalten könnte. „Und wenn ein Mitarbeiter sich durch die Verdunkelung gestört wird, kann er doch eben die Pappe abnehmen und am Abend wieder hinhängen“, sagte Bernd Müller.

Solange man nicht in der Lage sei, eine solche Kleinigkeit hinzubekommen, müsse man nicht über große Projekte wie das Sommerfest sprechen. Daher wollte Müller eine klare Zusage des Bürgermeisters. „Wir werden uns zusammensetzen und suchen dann nach einem Kompromiss“, erklärte Jörg Schönenberg. ▪ mc

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