Beim Stöbertag Berufsalltag kennenlernen

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Anja Laknar vom Maler- und Lackierbetrieb Windfuhr zeigte den Stöberkindern verschiedene Tapeten-Varianten. Mit Pinseln und Farben durften die Kinder zudem eigene Malerarbeiten anfertigen.

Schalksmühle - Nasen reinstecken und Löcher in den Bauch fragen – 50 Kinder der Grundschule Löh und 28 Kinder der Grundschule Spormecke entdeckten am Dienstag beim Stöbertag den Berufsalltag. Ob Malerbetrieb, Fahrschule, Apotheke oder die Polizei – eine Vielzahl an Berufen lernten die Kinder kennen. Auch Zeitungsluft konnten vier Grundschüler in der Redaktion unserer Zeitung schnuppern.

Den Stöbertag richtete die Gemeinde Schalksmühle auch in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit der Jugendarbeit des Märkischen Kreis aus.

Die diesjährigen Zeitungs-Stöberkinder waren Lea Schimowsky und Antonella Sideridou sowie Leni Castelein und Hanna Klepper. Zu einem richtigen Zeitungsalltag gehörte natürlich das Besuchen von Terminen und da der Stöbertag im Fokus der Berichterstattung stand, wurde auch gleich die erste Stöberstelle besucht. Apotheker Conrad Kasten rührte gerade mit den Grundschülern Lotta, Colin und Paul Jakob einen spezielle Heilsalbe aus Bienenkittharz an. „Die dürfen sie später auch mit nach Hause nehmen“, sagte Kasten. Doch auch die Herstellung eines speziellen Tees stand auf dem Programm: Im Keller durften die Kinder gemeinsam mit Christel Klod einen Blasen- und Nieren-Tee mischen. „Der ist aber nicht für Menschen, sondern für ein Pony. Der Tee hat daher eine ganz andere Konzentration“, erklärte Klod und ergänzte, dass Patienten in der Volme-Apotheke auch problemlos Rezepte vom Tierarzt einlösen können.

Wie eine Polizeiwache von innen aussieht, erfuhren Dorian, Dustin und Leon in der Halveraner Wache. Dort führte sie Polizist Rainer Stach herum. Auch einen Blick in die Waffenkammer auf Handschellen und Maschinenpistolen durften die Grundschüler werfen. „Das ist für die Jungs immer besonders spannend“, sagte Stach. Auch den Wachbereich lernten die Kinder kennen – dort laufen Funksprüche von Streifenwagen oder der Iserlohner Leitstelle ein. Stach: „Hier können Bürger auch Anzeigen erstatten.“

Die nächsten Zeitungs-Stöberkinder Leni und Hanna besuchten am Nachmittag eine weitere Gruppe bei Elektrotechnik Quenzel an der Volmestraße. Von Denise Schlöter, Elektronikerin für Energie- und Gebäudetechnik, erfuhren die Kinder vieles über das Thema Strom. Eine zentrale Frage dabei war beispielsweise: Wie kommt der Strom eigentlich vom Windkraftwerk zu den Häusern in Schalksmühle?

Im Lager hinter der Geschäftsstelle zeigte Helmut Quenzel, ehemaliger Chef des Unternehmens und Vater des jetzigen Betreibers Lars Quenzel, den Kindern Material, das die Elektroniker auf ihren Außenterminen verbauen – zum Beispiel Schalter und Plastikgehäuse. Viele Materialien stammen von Firmen aus Schalksmühle, berichtete Quenzel.

Im Maler- und Lackierbetrieb Windfuhr an der Hälverstraße ging es praktisch zu. Erst zeigte Maler- und Lackierer-Gesellin Anja Laknar den Kindern viele Tapeten-Varianten. Dann gestalteten die Grundschüler mit verschiedenen Farben, dicken Pinseln und Schablonen ihre eigenen kleinen Malerarbeiten.

Eine besondere Attraktion für seine kleinen Besucher hielt zum Abschluss Firmeninhaber Ralf Windfuhr bereit: Mit der Hebebühne fuhren die Kinder einmal hoch über das Dach des Betriebes – wie echte Malermeister. - aka/kk

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