Begeisterter Filmemacher

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Zuletzt arbeitete Yannik an einem Film für die Schule.

Schalksmühle - Einfach mal einen Film anschauen – für Yannik Rahn fast unmöglich. Mit geschultem Auge untersucht der 14-jährige Schalksmühler jeden Film auf die Qualität des Inhalts und der Regiearbeit. Denn seit mehreren Jahren ist der Jugendliche selbst als Filmemacher aktiv.

Ob Kochvideo, Dokumentation oder ein ganzer Film mit ausgefeiltem Drehbuch – künstlerisch setzt sich Yannik Rahn keine Grenzen. Zu Weihnachten 2013 bekam er einen Camcorder geschenkt – seitdem investiert er fast jede freie Minute in sein Hobby. Vieles hat er sich selbst beigebracht, manches nachgelesen oder sich bei Profis erkundigt. Doch Yannik steht nicht nur hinter der Kamera – auch schauspielerisch zeigt der 14-Jährige gern sein Können. „Früher habe ich mich fürs Theaterspielen interessiert, dann bin ich auf die Filmebene gekommen.“

Ein großes Projekt nahm sich der Schalksmühler in den vergangenen Sommerferien vor. Gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Mattis und seinem Freund Michael drehte er einen Film über einen Geschwisterkonflikt. Nicht ganz leichte Kost. Aber Yannik ist wichtig, dass seine Filme „eine Message rüberbringen“. Der Film mit dem Arbeitstitel „Mein Bruder (mein bester Freund)“ handelt von zwei Brüdern, die ständig streiten. Schließlich verbringen sie ein ganzes Wochenende miteinander und stellen fest, dass sie sich eigentlich gar nicht richtig kennen.

Vor den Dreharbeiten überließ der 14-Jährige wenig dem Zufall: Er erstellte einen umfangreichen Drehplan und besichtigte Drehorte, unter anderem auf einem Pferdehof. Derzeit ist Yannik mit dem Schneiden des Films beschäftigt. „Zwei Szenen müssen wir aber noch nachdrehen.“

Bei seiner Arbeit ist Yannik wichtig, dass die Qualität stimmt – Kameraschwenks müssen sitzen, nichts soll verwackeln. „Und die Spannung muss aufrechterhalten bleiben.“

Mittlerweile filmen Yannik und sein Freund Michael mit bis zu vier Kameras, unter anderem mit der Action-Kamera „GoPro“. Die kam auch zum Einsatz, als die Feuerwehr beim Jubiläumsfest der Freien evangelischen Gemeinde auf dem Schnurrenplatz ihr Können zeigte. „Für den Schnitt des Films habe ich eine Woche gebraucht. Der Film ist 30 Minuten lang“, erzählt Yannik.

Der 14-Jährige kann sich gut vorstellen, sein Hobby einmal zum Beruf zu machen. Schon jetzt hilft er bei Auftragsfilmen als Kameramann mit. Für das dreiwöchige Betriebspraktikum, das im Januar ansteht, hat sich der Gymnasiast beim Evangelischen Rundfunk in Wetzlar beworben. „Ich überlege, etwas im Bereich Filmproduktion, Regie oder Schnitt zu machen.“

Einen Lieblingsregisseur oder Schauspieler hat Yannik nicht. Große Namen beeindrucken ihn wenig, er achtet auf schauspielerisches Talent und gute Regiearbeit. Auf das Thema eines Films kommt es ihm auch nicht an: Zuletzt beeindruckte ihn ein Film über die Tierwelt in den Alpen. „Das waren so geniale Bilder und eine schöne Qualität.“ Aber auch der deutsche Film „Fuck ju Göhte“ gefiel ihm: „Da möchte ich jetzt gerne den zweiten Teil von sehen.“

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