Begegnungszentrum besteht fast ein Jahr

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Geflüchtete unterschiedlicher Nationalitäten treffen sich zu den Öffnungszeiten des Begegnungszentrums, mittwochs (15 bis 18 Uhr) und freitags (16 bis 20 Uhr) zum Billardspielen.

Schalksmühle - Am 22. April 2016 wurde das Begegnungszentrum Komm-an-NRW Westfälischer Hof eröffnet. Knapp ein Jahr später ist die Einrichtung des Netzwerks Flüchtlingshilfe Schalksmühle längst zu einer wichtigen Anlaufstelle für viele Geflüchtete geworden.

„Die ganze Arbeit, die wir in den Umbau des Gebäudes gesteckt haben, hat sich also ganz sicher gelohnt“, sagt Irmtraud Quenzel, Netzwerk-Leiterin, zufrieden. Nachdem die Räume der früheren Gaststätte Westfälischer Hof über einen längeren Zeitraum leer gestanden hatten, mietete die Gemeinde das Gebäude, brachte in der oberen Etage Flüchtlinge unter und gab den ehrenamtlichen Netzwerk-Mitarbeitern im Erdgeschoss die Möglichkeit eine Begegnungsstätte einzurichten. 

„Wir haben alles in Eigenregie renoviert, das waren unzählige Stunden“, erinnert sich Quenzel und kann rund zwölf Monate später stolz darauf sein, was aus der früheren Gaststätte geworden ist. Denn der Westfälische Hof wird nicht nur als Begegnungsstätte, sondern auch als Ort des Miteinanders bestens angenommen. Grenzen und Ängste schnell abgebaut „Geflüchtete Menschen verschiedenster Nationalitäten haben hier zueinander gefunden. 

Existierende Grenzen und Ängste wurden abgebaut

Und genau dies war unser großes Ziel, als wir im April 2016 gestartet sind. Anfangs existierende Grenzen und Ängste wurden schnell abgebaut, Sprachbarrieren sind gefallen. Heute unterhalten sich hier Araber und Syrer auf Deutsch, spielen gemeinsam Kicker oder Billard, sagt Quenzel, die den Westfälischen Hof deshalb auch als wichtigen Ort der Integrationsarbeit in Schalksmühle bezeichnet. 

Gelungen ist die friedliche Vermischung der Kulturen und Nationalitäten durch die verschiedenen Angebote, die Ehrenamtliche im Begegnungszentrum seit dem Eröffnungstag durchgeführt haben. Anfangs gab es verstärkt Sprachkurse, es folgten Strick- und Häkelkurse sowie gemeinsame Kochnachmittage oder die Weihnachtsbäckerei. 

Freitags wird gemeinsam Pizza gebacken

Der ADAC-Ortsclub Schalksmühle veranstaltete im Rahmen der Verkehrssicherheitswoche einen Fahrradlehrgang, der in diesem Jahr wiederholt werden soll. Auch Feste und Feiertage aus der Heimat wurden im Westfälischen Hof schon gefeiert. Besonders viel los ist im Begegnungszentrum immer freitags. „Dann wird gemeinsam Pizza gebacken, meist kommen rund 50 Personen, dann sind hier bis zu zehn verschiedene Nationalitäten versammelt“, sagt Klaus Werthmann vom Netzwerk Flüchtlingshilfe. 

Neben dem Miteinander sei der Westfälische Hof auch Anlaufstelle, wenn die Geflüchteten Fragen zu Behördengängen haben oder Unterstützung beim Ausfüllen von Formularen oder der Beantwortung von Briefen benötigen. Das Engagement und das Angebot des Netzwerks kommen laut Werthmann bei den Neubürgern der Volmegemeinde sehr gut an: „Viele haben mittlerweile die Anerkennung erhalten, dürfen langfristig bleiben und wollen auch gar nicht mehr weg aus Schalksmühle. Sie fühlen sich hier sehr wohl.“

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