Sporthalle Löh - Konzept zur Sanierung wird erstellt

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In die Sporthalle Löh wird die Gemeinde Schalksmühle in den kommenden Jahren einen einstelligen Millionenbetrag investieren.

Schalksmühle - In diesem und in den kommenden beiden Jahren wird die Gemeinde rund 1,4 Millionen Euro für Sanierung und Schadstoffbeseitigung in die Sporthalle Löh investieren. Gemeinsam mit dem Planungsbüro MTT aus Lüdenscheid entwickelt die Verwaltung derzeit ein Konzept, damit die Arbeiten dem laufenden Betrieb angepasst werden können.

Man wolle die Baumaßnahmen sauber und auch nutzerfreundlich planen, um mit dem Vorhaben frühzeitig starten zu können, erklärt Ralf Bechtel, Leiter des Technischen Bauamtes, auf Anfrage unserer Redaktion. Die Verwaltung werde nicht um jeden Preis in diesem Jahr etwas umsetzen, nur weil die Mittel dafür da seien. Ein Konzept sei essenziell wichtig. „Wir werden keine Fakten schaffen, die uns hinterher einschränken.“ Deshalb werde das Büro auch ein Konzept für die Nutzung erstellen – mit der Einrichtung einzelner Bauabschnitte. Schließlich könne man Schule und die Vereine nicht monatelang aussperren. „Das ist eine Gratwanderung zwischen Nutzerverträglichkeit und Wirtschaftlichkeit.“ 

Vorgenommen werden sollen in den kommenden Jahren unter anderem Renovierungen sowie Umstrukturierungen des Umkleide- und Sanitärbereichs sowie die Einrichtung eines Lagerraums. Dazu müsse auch der Grundriss der Sporthalle geändert werden. Hier sei eine enge Absprache zwischen der Gemeinde und den Planern nötig, sagt Bechtel. Auch in Bezug auf die Kostenrechnung stehe man in Kontakt. „Die Mittel im Haushalt sollten passen. Eventuell müssen kleinere Korrekturen vorgenommen werden.“ 

Gemeinde investiert einstelligen Millionenbetrag

Die vorläufige Planung sieht folgende Kosten für dieses und die kommenden Jahre vor: 

- 2020: 350 000 Euro für die Sanierung der Flure und der Umkleiden. 

- 2021: 250 000 Euro Umbauarbeiten im Foyer, 120 000 Euro für den Prallschutz in der Halle und 120 000 Euro für die Fensteranlage sowie weitere 300 000 Euro für die Sanierung der Flure und der Umkleiden. 

- 2022: 250 000 Euro für die Flucht- und Verbindungswege. 

Des Weiteren entstehen Kosten für ein Glasdach im Foyer. Die Mittel unterliegen allerdings noch einer Haushaltssperre. Zudem könnten, wenn die Politik dafür stimmt, 250 000 Euro für eine neue Tribünenanlage entstehen. Die Schadstoffbelastung wird zwar nicht viel am Zeitplan, aber höchst wahrscheinlich am Kostenrahmen ändern. „Die Schadstoffsanierung können wir noch nicht genau beziffern. Wir hoffen, dass sie nicht zu unwirtschaftlich ausfallen wir. Wir arbeiten daran. Dazu haben wir ein Fachbüro eingeschaltet“, sagt Ralf Bechtel. Dieses soll der Gemeinde ihre Optionen aufzeigen.

Sanierungsbedarf besteht an vielen Stellen in und an der Halle.

Schadstoffbeseitigung unter besonderen Schutzvorkehrungen 

Fest stehe, dass auch die Beseitigung des Buntsteinputzes, dessen Kleber Asbestfasern beinhalte, und der Mineralfaser-Ummantelung der Rohrleitungen in den Decken, schrittweise geschehen soll. Der normale Aufenthalt sei gesundheitlich völlig unbedenklich, problematisch werde es erst, wenn der Putz bearbeitet werde oder die Fasern in der Luft verteilt werden. 

In beiden Fällen müssen die schadstoffbelasteten Materialien unter besonderen Schutzvorkehrungen und als groß angelegte Maßnahme ausgebaut und fachgerecht entsorgt werden.

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