Baustelle Am Mathagen läuft gut

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Die Anlieger nehmen die Behinderungen durch die Großbaustelle Am Mathagen gelassen und pflegen einen partnerschaftlichen Umgang mit den Bauteams – so der Tenor bei UWG aktuell. ▪

SCHALKSMÜHLE ▪ Unaufgeregt und sachlich ging jetzt der Stammtisch UWG aktuell über die Bühne. Die Teilnehmer trafen sich in der Gaststätte Zum Nöckel in Rotthausen, um über die Sanierung der Straße Am Mathagen und die mögliche Neuordnung des Buslinienverkehrs im Wohngebiet zu reden.

Teilnehmer waren unter anderem zwei Bürger, die Am Mathagen wohnen und seit geraumer Zeit mittendrin im Baustellentrubel stecken. Nach ihrem Eindruck „läuft die Baustelle gut“. Die Bauüberwachung durch die Gemeindeverwaltung stufen sie ebenfalls als „okay“ ein. Das Verhältnis zwischen Anwohner und den Bauteams wird als partnerschaftlich beschrieben: „Die Bauarbeiter haben meinem Vater sogar beim Reintragen der Einkaufskisten geholfen, als er wegen der Bauarbeiten einmal nicht direkt am Haus parken konnte“, sagte einer der Anwohner.

Ein bisschen Gelassenheit bei der ganzen Aktion sei sicher angebracht, sagte der andere Anwohner: „Man kann auf der einen Seite nicht verlangen, dass immer alles in Ordnung gehalten wird und auf der anderen Seite über unerträglichen Belästigungen schimpfe, wenn eine vorübergehende Störung unvermeidlich ist“.

Zweites Thema im Zusammenhang mit der Baustelle war die Erneuerung von Kanälen sowie Wasser- und Stromhausanschlüssen. Fragen nach der Gewährleistung für Sanierungen tauchten auf. Wo endet die Haftung des Unternehmers, wo beginnt die Haftung des Grundstückseigentümers? Muss nach der Kanalreparatur und dem Neuaufbau der Straße die Kanaldichtigkeit noch einmal geprüft werden? Wenn ja, wer bezahlt das? Um die Beantwortung dieser Fragen – soweit das pauschal und ohne Berücksichtigung individueller Problemstellungen möglich ist – wollen sich UWG-Ratsherr Ortwin Schmidt und UWG-Ratsherr und -Vorsitzender Bernd Müller kümmern. Unabhängig davon können Bürger im Baubüro-Container am Gemeindezentrum Kreuzkirche ihre Anliegen vortragen und Antworten bekommen.

Einer der Fachleute, die Am Mathagen arbeiten, ist Helmut Quenzel mit seinem Elektrobetrieb. Er nahm am UWG-Stammtisch teil und erläuterte unter anderem die Gründe für die teilweise Erneuerung von Wasser- und Stromhausanschlüssen. „Früher, das heißt zur Bauzeit einiger Doppelhäuser Am Mathagen, hat man aus Gründen der Sparsamkeit einen Wasseranschluss und einen Stromanschluss für ein Doppelhaus installiert. Diese alten Stromleitungen sind zum Beispiel an der Textil- und Bleiisolierung zu erkennen. Weder die Art dieser Anschlüsse noch die verwendeten Materialien entsprechen dem Stand der Technik. Heute bekommt jedes Haus seinen eigenen Anschluss.“ Damit verbunden ist – falls noch nicht vorhanden – der Einbau eines Potenzialausgleichs, also die Erdung des Hauses.

Ein weiteres Thema, das die Anwohner vom Mathagen bewegt, ist der Linienbusverkehr. Für die UWG ist das Grund zur Frage, ob die Verkehrssituation in dem Wohngebiet nicht komplett neu geregelt werden muss. Eine der Ideen, die kurz angerissen wurden, ist eine Einbahnstraßenregelung für den Mathagen. ▪ bomi

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