„Der Winter könnte kommen“

Bauhof Schalksmühle bereitet sich auf Streueinsätze vor

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Durchschnittlich 400 Tonnen Streusalz landen in jedem Winter auf den gemeindlichen Straßen in Schalksmühle.

Schalksmühle - Bis zu elf Grad Celsius, so lautet die Temperaturvorhersage für Schalksmühle am heutigen Freitag. Dennoch müssen sich die Mitarbeiter des gemeindlichen Bauhofs mit dem Winterdienst beschäftigen, ab 1. November ist eigentlich eine Rufbereitschaft vorgesehen.

„Die haben wir aufgrund der Wettervorhersage für die kommenden Tage zwar zunächst auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Aber die vorbereitenden Arbeiten für die ersten Winterdienst-Einsätze sind seit Mitte dieser Woche abgeschlossen. Arbeitstechnisch könnte der Winter also kommen, ansonsten kann ich darauf allerdings gerne noch verzichten“, sagt Ralf Bechtel, Fachbereichsleiter Bauverwaltung der Gemeinde, lachend. 

Täglich aktualisierte Wetterdaten 

Detaillierte Informationen, unter anderem mit Prognosen zu Straßenoberflächentemperaturen in verschiedenen Höhenlagen, erhält die Gemeindeverwaltung täglich vom Deutschen Wetterdienst. „Dazu informieren wir uns auch bei den verschiedenen Online-Wetterdiensten, um eine möglichst einheitliche Meinung zu bekommen“, erklärt Bechtel. 

Fallen die Temperaturen unter fünf Grad, sei eine erhöhte Aufmerksamkeit erforderlich. „Je nach Wetterlage kann es in einigen Tälern dann schnell zu überfrierender Nässe kommen, wenn es tagsüber geregnet hat und nachts klar wird. Wir gehen in solchen Fällen immer auf Nummer sicher und schicken einen Mitarbeiter auf Kontrollfahrt“, sagt Bechtel. 

Zu beachten sei auch immer der Temperaturunterschied zwischen dem Ortskern und den Höhengebieten, der an manchen Tagen durchaus bis zu drei Grad betragen könne. 

Seit 2015 fahren die Bauhof-Mitarbeiter den Winterdienst im Zwei-Schicht-Betrieb von 4 bis 20 Uhr, versuchen so, die Straßen im Gemeindegebiet bereits vor dem Einsetzen des Berufsverkehrs schnee- und eisfrei zu haben und diesen Zustand über den Tag hinweg zu halten. 

Die Straßen sind dabei in die Kategorien eins bis drei unterteilt, die wichtigsten und meistbefahrenen Verkehrsadern werden zuerst, Wohnstraßen zuletzt bearbeitet. 

350 Tonnen: Salzlager sind gefüllt 

Die Salzlager der Gemeinde sind mit aktuell 350 Tonnen Streusalz gefüllt. 150 Tonnen lagern in einem Silo auf dem Bauhof-Gelände an der Hälverstraße und 200 Tonnen für das Höhengebiet in einem weiteren Silo am Raiffeisen-Markt in Lüdenscheid, In der Dönne 2a, sowie in einem externen Lager. 400 Tonnen Streusalz verbraucht die Gemeinde in einem durchschnittlichen Winter. 

Die Streuvorrichtungen und Schneeschilder sind gewartet und können, sobald Bedarf besteht, innerhalb eines Tages an den Fahrzeugen des Baubetriebshofs montiert werden. „Derzeit fallen auch aufgrund der hohen Temperaturen aber noch viele andere Arbeiten an“, sagt Bechtel. 

So seien die Mitarbeiter mit dem letzten Rasenschnitt des Jahres, der Pflege der Grünanlagen und Instandhaltung der gemeindlichen Spielplätze beschäftigt. „Auch Reparaturen und Ausbesserungsarbeiten an Wegen fallen in diesen Tagen verstärkt an. Sollte das Wetter weiterhin offen bleiben, beginnen wir im November auch mit dem Rückschnitt der Sträucher entlang der Wege und Straßen“, sagt Bechtel.

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