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Bauhof: Schalksmühle bereit für den Winter

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Von: Torben Niecke

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Die Fahrzeuge des Bauhofs der Gemeinde Schalksmühle sind für den Winterdienst bereit und warten auf den ersten Einsatz.
Die Fahrzeuge des Bauhofs der Gemeinde Schalksmühle sind für den Winterdienst bereit und warten auf den ersten Einsatz. © Torben Niecke

Traditionell beginnt die Bereitschaft für den Winterdienst bereits ab dem 1. November, aber aufgrund der milden Witterungslage der letzten Wochen sah das Team um Bauhofleiter Christian Knaup davon noch ab.

Schalksmühle - Am Wochenende könnte sich dies aber ändern, denn laut Wetterbericht sollen die Temperaturen sinken, und es soll bereits die ersten Schneefälle geben. Ab dann heißt es für die Jungs vom Bauhof ab 4 Uhr Bereitschaftsdienst. Dafür stehen den Mitarbeitern vier Großräumfahrzeuge, ein Schmalspurfahrzeug und ein Schmalspurschlepper mit Winterdienstausrüstung zur Verfügung. Eine Fußkolonne kommt dort zum Einsatz, wo für die Fahrzeuge kein Durchkommen ist. Unterstützt wird die Gemeinde von vier Fremdunternehmen, die ebenfalls Fahrzeuge und Fußkolonnen stellen. „Die Gemeinde ist in insgesamt 17 Räumbezirke aufgeteilt. Da braucht man schon einige Mitarbeiter“, erklärt Christian Knaup, der Leiter des Bauhofs. Man habe immerhin knapp 100 Kilometer an Straßen zu betreuen.

Die Schicht der Einsatzleiter beginnt bereits um 3 Uhr morgens, ab 4 Uhr greift die Bereitschaft für die Räumtrupps

Für die drei in Wechselschicht eingesetzten Einsatzleiter beginnt der Dienst bereits um 3 Uhr morgens. Sie kontrollieren das Straßennetz und geben anschließend die Meldung weiter, wo der Einsatz notwendig ist. „Als Erstes wird sich immer um die Hauptstraßen gekümmert, damit wir vor dem Berufsverkehr fertig sind. Auch Gefahrenstellen und besonders steile Straßen werden priorisiert.“ Danach folgen die Nebenstraßen.

Zurzeit steht der Gemeinde maximal 150 Tonnen Tausalz zur Verfügung. Mehr passt nicht in das Hochsilo in der Hälverstraße. „Solange es nicht länger als eine Woche unverhältnismäßig stark schneit und es zu unerwarteten Lieferengpässen kommt, muss man sich damit keine Sorgen machen“, gibt Knaup zu bedenken. Im Laufe des nächsten Jahres wird das geplante Hochsilo im Gewerbe gebiet „Am Langenstück“ fertiggestellt, und man habe in Zukunft 180 Tonnen Salz mehr zur Verfügung. Man wolle es unbedingt vermeiden, auf Alternativen wie Granulat zurückzugreifen, da diese im Nachhinein schwer zu beseitigen seien. Des Weiteren werde der Sole-Erzeuger auf dem Bauhof durch einen moderneren ersetzt, um die Effizienz zu steigern.

Das Hochsilo am Bauhof an der der Hälverstraße hat ein Fassungsvermögen von 150 Tonnen.
Das Hochsilo am Bauhof an der der Hälverstraße hat ein Fassungsvermögen von 150 Tonnen. © Torben Niecke

„Der Feuchtsalzbetrieb, den wir fahren, ist deutlich effizienter als das bloße Streuen von Salz. Feuchtsalz hat eine deutlich längere Liegezeit auf den Straßen, es schlägt schneller an, und wir brauchen deutlich weniger Salz“, erklärt der Bauhofleiter. Während die Gemeinde im Höhengebiet zumeist den sogenannten FS 30 Betrieb fahre, also ein Gemisch im Verhältnis 70 zu 30 aus Salz und Sole ausbringe, wolle man in Tallagen vermehrt auf FS 100 reine Sole, umsteigen. Diese habe den Vorteil, dass sie präventiv in den Abendstunden ausgefahren werden kann und so das Überfrieren von Straßen in der Nacht und den Morgenstunden vermieden wird.

Schnee soll nicht auf die Straßen geschaufelt werden.

Christian Knaup hat auch noch ein Anliegen an die Schalksmühler: „Der Schnee von Anwohnern darf nicht auf Straßen oder Gehwege geschoben werden. Es schadet Vorgärten und Rasenflächen nicht, wenn man den Schnee dorthin schiebt.“

Der Bauhof ist jeden Tag bis 20 Uhr im Dienst, bei besonderen Wetterlagen komme es sogar vor, dass das Team bis 22 Uhr im Einsatz sei. „Die Anwohner können sich sicher sein, dass wir stets versuchen, die Straßen so schnell wie möglich wieder freizubekommen. Wir können aber nicht überall gleichzeitig sein“, bittet der Bauhofleiter um Verständnis der Autofahrer.

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