Bauhof flickt Straßen

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Die Spritzer der Bitumenemulsion fliegen weit, setzen sich in Rissen sowie Löchern fest und haften. Darüber kommt eine Schicht Splitt, die mit einer Walze festgefahren wird.

SCHALKSMÜHLE ▪ Ein pfeifendes Geräusch. Schwarz-braune kleine Tropfen schießen aus einer Düse. Fliegen durch die Luft. Landen auf der Straße und laufen in jeden noch so kleinen Riss. „Das ist ein Kleber – eine Bitumenemulsion“, erklärt Oliver Schütz. Er ist einer von fünf Mitarbeitern des Bauhofes, die derzeit Schalksmühles Straßen sanieren.

Damit sich die Bitumenemulsion optimal in den Ritzen und Löchern verteilt, wird sie erhitzt und verdünnt. „Das ist eine Mischung aus 60 Prozent Bitumen und 40 Prozent Wasser“, sagt Schütz, während er die Düse auf einen langen Riss richtet und sprüht. Anschließend verteilt Wolfgang Wetter Edelsplitt auf der Emulsion. Der Splitt verbindet sich mit dem Gestein.

Mit einer Walze überrollt Bauhofmitarbeiter Burkhard Weber den aufgetragenen Splitt.

„Das ist ein Verfahren, mit dem die Lebensdauer der Straßen verlängert werden kann“, sagt Bauhofleiter Peer Heinzer. Wie lange der Erfolg allerdings anhalte, hänge von der Unterkonstruktion der jeweiligen Straße ab. Durch das Schließen der Quer- und Netzrisse könne aber verhindert werden, dass Wasser eindringt und es im Winter zu Frostaufbrüchen kommt. Die Geräte habe sich der Bauhof Schalksmühle geliehen, die Arbeiten werden von den eigenen Mitarbeitern durchgeführt. Damit das Bindemittel nicht an den Reifen kleben bleibt, verteilen die Mitarbeiter mehr der grobkörnig zerkleinerten Steine als erforderlich und überrollen es mit einer Walze.

„Der überschüssige Splitt wird rund eine Woche nach der Sanierung von einer Kehrmaschine aufgenommen und entsorgt“, erklärt Heinzer. Ingesamt werden die Mitarbeiter des Bauhofes bis Mitte der kommenden Woche partielle Straßensanierungsarbeiten im Gemeindegebiet durchführen. Die neue Haut, die durch das Verfahren entsteht, soll die Straße einige Jahre länger haltbar machen, das soll die Kasse der Gemeinde schonen. Der Leiter des Fachbereiches Bauen, Wolfgang Spidlen, sprach von 10 000 Euro für diese Maßnahme. „Insgesamt stehen für Straßenunterhaltungen im Haushalt 190 000 Euro bereit“, sagt Reinhard Voss. Der Kämmerer der Volmegemeinde verwies außerdem auf 300 000 Euro, die für Decken- und Gehwegerneurungen eingeplant seien. ▪ mc

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