Nach mehrstündiger Diskussion am Montagabend

Bauausschuss stimmt neuen Planungen für Bahnhofsumfeld zu

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Nach den neuen Planungen fällt der Platz an der Bahnhofstraße insgesamt kleiner, dafür aber etwas tiefer aus. Zum Bahndamm hin ist eine höhere Mauer vorgesehen.

Schalksmühle - Im Grundsatz stimmten die Mitglieder des Bau- und Planungsausschusses am Montagabend nach mehrstündiger Diskussion den veränderten Planungen des Regionale-Kernprojekts Neugestaltung des Bahnhofsumfelds bei einer Gegenstimme aus der UWG-Fraktion zu. Im Detail allerdings bleiben viele Fragen offen. Die Lösung soll nun in der Ratssitzung am 10. Juli erfolgen.

Weil die Gemeinde nicht alle erforderlichen Flächen zur Umsetzung der ursprünglich geplanten großen Variante erwerben konnte, soll der durch den Abriss der westlichen Zufahrtsrampe zum Rewe-Markt neu entstehende Platz an der Bahnhofstraße insgesamt kleiner, dafür aber etwas tiefer ausfallen. Um weiterhin die Belieferung des Rewe-Marktes durch Lastwagen problemlos garantieren zu können, ragt eine „lange Lkw-Nase“ in den Platz hinein. Direkt daran anschmiegen soll sich die neu entstehende Rampe als barrierefreie Verbindung zum Bahnhof sowie zum Schnurrenplatz.

„Das ist nicht das Optimum, aber immer noch eine gute Lösung“, sagte Joachim Hamerla vom Architekturbüro ASS, der die neue Planung im Ausschuss vorstellte.

Kritisch sahen Dietmar Dassler (FDP) und Michael Siol (SPD) vor allem die Erhöhung der Stützmauer an der Bahndammböschung in Teilen auf mehr als zwei Meter, um dem Platz so mehr Tiefegeben zu können. Die ursprüngliche Idee der Öffnung der Bahnhofstraße würde damit konterkariert.

Nicht einig waren sich die Fraktionen über den Bau einer Treppenanlage als direkte Verbindung zwischen dem neuen Platz und der Anlieferungszone des Rewe-Marktes. Aus stadtplanerischen Gesichtspunkten sei diese Treppe nicht angestrebt, sagte Oliver Emmerichs, Fachbereichsleiter Bauverwaltung der Gemeinde: „Wir wollen mehr Frequenz in der Bahnhofstraße schaffen.“

Einher gehen soll die Schaffung des neuen Platzes mit der Aufweitung der östlichen Zufahrt zum Rewe-Markt in Form von Schleppkurven, die einen reibungslosen Begegnungsverkehr auch im Bereich der Abbiegung Bahnhofstraße ermöglichten. Die Kritik von Ortwin Schmidt (UWG), der Kurvenradius sei deutlich zu eng bemessen und durch die 160 000 Euro teure Aufweitung werde verkehrstechnisch nichts gewonnen, folgten die anderen Fraktionen nicht.

Sollten auch Hauptausschuss (3. Juli) und Rat den veränderten Planungen zustimmen, könnten die Arbeiten mit der Aufweitung der östlichen Zufahrt im Herbst beginnen. Kosten sollen die Maßnahmen an der Bahnhofstraße (Aufweitung der Zufahrt, Platz, Rampenanlage), insgesamt knapp 1,1 Millionen Euro, aus eigenen Mitteln muss die Gemeinde Schalksmühle 518 000 Euro zahlen.

Der Öffentlichkeit wird die neue Planung am morgigen Mittwoch, 28. Juni, ab 19 Uhr im Rahmen einer Bürgerinformation im Ratssaal vorgestellt.

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