Bauausschuss berät über Kreisel in Heedfeld

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Die UWG-Fraktion fordert einen Kreisverkehr an der Kreuzung Heedfelder Straße/Sterbecker Straße. Der Gemeinderat gab den Antrag am Montag nun an die zuständigen Fachausschüsse weiter.

Schalksmühle - Ein millionenschweres Bauprojekt ist auf den Weg gebracht: Am Montag stimmte der Gemeinderat für die Ausführung des zweiten Bauabschnittes der Primusschule. Der Umbau kostet rund 4,6 Millionen Euro. Zudem brachte die UWG-Fraktion einen Antrag zum Bau eines Kreisverkehrs in Heedfeld ein.

Bevor der Gemeinderat den zweiten Primus-Bauabschnitt beschloss, wollte Annegret Schmitt (CDU) noch Genaueres zum „Unterricht auf dem Flur“ in der Primusschule wissen. Anja Wolf, Leiterin des Fachbereichs Bürgerdienste, erklärte, dass im Rahmen des Konzeptes der Primusschule Schüler auch in kleinen Gruppen und in offenen Räumen lernen sollen und dazu die Flure mitgenutzt werden. Der Bauantrag für den zweiten Abschnitt wird heute auf den Weg gebracht.

Aufgrund der zunehmenden Verkehrsdichte auf der Heedfelder Straße forderte die UWG-Fraktion in ihrem Antrag die Verwaltung dazu auf, zu überprüfen, ob der Bau eines Kreisels an der Kreuzung Heedfelder Straße/Sterbecker Straße möglich ist. So solle „die Verkehrssituation im Einmündungsbereich der Sterbecker Straße in die Heedfelder Straße“ entzerrt werden, heißt es im Antrag.

Laut Vorlage empfahl die Verwaltung den Ratsmitgliedern, den Antrag zunächst zur Beratung in die Fachausschüsse zu geben. Dieses Prozedere war dem CDU-Vorsitzenden Jörg Weber nicht schnell genug. Er befürworte den Bau des Kreisels, weil die Heedfelder Straße aufgrund von Sanierungen an der A 45 und der Lennetal-Brücke künftig stärker als Behelfsumleitung genutzt würde. Da auch die Behörden ein Verkehrskonzept hätten, sollten diese Gespräche aber kurzfristig stattfinden, um bessere Chancen auf eine Realisierung des Kreisels zu haben. Erst in den Fachausschüssen zu beraten, sei überflüssig. Der Rat solle lieber schon am Montag einen Grundsatzbeschluss treffen, ob der Kreisel gewünscht wird oder nicht.

Lutz Schäfer (SPD) sah Webers Beitrag „als wenig zielführend“ an. Die Beratung über den Kreisel-Bau gehöre in die Fachausschüsse und es solle „besser vernünftig als zu schnell“ gearbeitet werden. So sah es auch UWG-Fraktionsvorsitzender Klaus Nelius: „Die Vorbereitung ist die wichtigste Sache, auch wenn das Problem gravierend ist.“ Bürgermeister Jörg Schönenberg versicherte, dass der Verwaltung die Problematik in Heedfeld bekannt sei, aber einige Abstimmungen unter anderem mit dem Straßenverkehrsamt und der Polizei nötig seien.

Bei zwei Enthaltungen von der CDU beschloss der Rat schließlich, den Antrag dem Bau- und Planungsausschuss vorzulegen. - nk/aka

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