Kein vorzeitiges Aus

Trotz Unruhen: Umbau an der Primusschule läuft

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Im Zuge der Umgestaltung des Umfeldes der Primusschule werden derzeit unter anderem der neue Schulhof angelegt, die neue Feuerwehrzufahrt befahrbar gemacht und an die Straße Löh angebunden.

Schalksmühle  - Die Falschmeldung über eine vorzeitige Entscheidung zum Aus der Primusschule sorgte vor einer Woche für Aufsehen in der Gemeinde. Die Bauarbeiter am Schulzentrum ließen sich von dem Durcheinander nicht beeindrucken. Die Liste der Arbeiten ist lang.

In einer offiziellen Erklärung bezeichnete das NRW-Schulministerium die vermeldeten Aussage als falsch. Man habe keine Veränderung der Regelungen zum Schulversuch im Schulgesetz getroffen. Dieser ist bis zum Jahr 2024 angelegt. Ein genauer Fahrplan über die Zukunft soll der Gemeinde zum Jahresende vorgelegt werden. Was am Ende beschlossen wird, ist offen. So viel steht aber fest: Der Schulkomplex wird weiter unbeirrt umgestaltet. 

Nach längerer Diskussion fiel die Entscheidung, die Lüftungsanlage auf dem Dach der Primusschule wie in der Skizze dargestellt zu verkleiden.

Pünktlich zu Beginn der Sommerferien haben die Fachfirmen Schmidt (Tiefbau) und Ochsenfarth (Landschaftsbau) ihre Tätigkeit am Schulzentrum aufgenommen. Einer der wichtigsten Punkte, die Erneuerung der Feuerwehrzufahrt von der Straße Löh, wurde dabei als erstes in Angriff genommen. „Es war wichtig, dass dort ein richtiger Unterbau gemacht wird. Die vorherige Zufahrt war sehr marode“, erklärt Ralf Bechtel. Zur Fertigstellung soll der Zuweg eine Deckschicht aus Asphalt bekommen. Zuerst wurde eine provisorische Oberfläche mit Schotter angelegt. Des Weiteren sollen dort noch Lehrrohre für eine eventuelle Beleuchtung des Weges unter die Erde gebracht werden. „Das ist für den Fall, dass unterhalb der Primusschule die neue Kindertagesstätte gebaut wird“, sagt Ralf Bechtel. Diese Teilmaßnahme verursache keine großen Kosten und eine spätere Nutzung der Rohre sei wahrscheinlich. Geplant ist zudem, die zweite Rettungszufahrt über die Straße Im Schlah zu sanieren und dort Asphalt zu gießen und Pflaster zu verlegen. 

Bodenaustausch für Platanenhain

Im Bereich des neuen Schulhofes seien bereits die Pflanzflächen planiert und vor der Mensaküche Platten verlegt worden, so der Fachbereichsleiter weiter. Für den vorgesehenen Platanenhain soll noch ein Bodenaustausch stattfinden, damit die Bäume genug Nährstoffe bekommen. Etwas umständlicher könnten die Flächenarbeiten am sogenannten Lehrerbereich werden. Dort steht derzeit noch ein Baugerüst an der Außenfassade, da es im Zuge der Arbeiten an der Wärmedämmung zu einer Verzögerung kam. „Daran wird mit Hochdruck gearbeitet, sodass man rechtzeitig fertig wird.“ Es sei geplant, den neuen Schulhof und den Bereich zwischen Neubau und Sporthalle bis zum Ende der Herbstferien nutzbar herzustellen. Der Schulhofbereich auf der Ebene des Primus-turms werde direkt im Anschluss wieder hergestellt. Die Pflanzarbeiten seien im Spätherbst/Winter vorgesehen, allerdings seien sie abhängig von der Witterung und von den Lieferungen aus der Baumschule, so Ralf Bechtel. 

Lüftungsanlage wird verkleidet

Bereits seit längerer Zeit ist die neue Lüftungsanlage auf dem Dach des Schulkomplexxes, die von der Straße Löh aus zu sehen ist, einigen ein Dorn im Auge. Nach längerer Diskussion hat man sich nun entschieden, diese in den Herbstferien mit einem kurzen Metallpaneel, auf dem der Schulname und das bunte Logo der Bildungseinrichtung geklebt sind, zu verkleiden

Zahlen und Fakten

Folgende weitere Baumaßnahmen sind geplant: 

- ein Ruhebereich für die Schüler mit Bänken unter Dachplatanen 

- eine Sitzmauer am Fuß der Böschung zur Straße Löh 

- ein Treppenaufgang zur Straße Löh an Standort der Müllbehälter der Mensaküche

- Aufstellung zweier Tischtennisplatten aus dem Bestand auf der Fläche hinter dem Primusturm 

- Hangrutsche von der Ebene der unteren Feuerwehrumfahrt zur Ebene des Kunstrasenfeldes 

- Neuanlage einer Treppe von der Ebene der unteren Feuerwehrumfahrt zum Kunstrasenfeld 

- Neupflasterung der Rampe zum Haupteingang aus Beton

Gepflanzt werden sollen: 

- Bäume

- kleinkronige Hochstämme 

- Bodendecker 

- Rosen und dekorative Hainbuchenhecken sowie nutzbare Rasenflächen

Für die Ausführung der Tief- und Landschaftsbauarbeiten werden Gesamtbaukosten von rund 580 000 Euro – 370 000 Euro für Tiefbau und 210 000 Euro für Landschaftsbau – erwartet. Die Mittel wurden bereits im Vorfeld im Haushalt eingeplant.

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