Badehosen-Wetter begeistert Schalksmühler

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Purer Badespaß für Hund und Mensch an der Glör: Die 14-jährige Ayleen war mit ihrer dreijährigen Hündin Amy im Wasser und genoss die sommerlichen Temperaturen. ▪

SCHALKSMÜHLE ▪ Menschen schwitzen, Hunde hecheln – der erste Sommertag seit Wochen. Ein Eis ist die perfekte Erfrischung, findet zumindest Kerija Skabeikl. Die Elfjährige gönnt sich nach einem Spaziergang durch den Ort ein Mango-Eis. Die Devise: Hauptsache draußen.

Wer sich im Ort umschaut, sieht Schalksmühler, die das gute Wetter auf unterschiedlichste Weise nutzen. Dieter Warninghoff und Dominic Thiessies denken nicht daran, auf der faulen Haut zu liegen – sie schleppen Steine. „Wir pflastern eine Terrasse“, erklärt Warninghoff. Die Hitze macht den beiden dabei nichts aus: „Bei Regen würden wir auch schwitzen.“

Vor der Erlöserkirche sonnt sich Jessica Reimann auf einer Mauer. „Ich werde gleich zum Einkaufen abgeholt“, erzählt die 14-Jährige. „Aber normalerweise würde ich bei dem Wetter im Freibad liegen oder zur Glör fahren.“ Doch nicht jeder kann die Sonne genießen: „Ich muss arbeiten“, sagt Torsten Jakubowski, der in Anzug und Weste wenig sommerlich daher kommt. Doch nach Feierabend könne er sich auf einen Grillabend freuen, meint er.

Glücklich schätzen können sich jene, die frei haben und den Tag an der Glörtalsperre verbringen. Eine Gruppe Abiturienten vom Staberg hat es sich auf Decken und Handtüchern bequem gemacht und genießt die freie Zeit. Ganz so faul geht es Marvin Baumgärtner nicht an: Der 20-Jährige hat sich mit dem Fahrrad auf den Weg zur Talsperre gemacht. „Ich warte jetzt noch auf eine Freundin und dann gehen wir runter zu den anderen“, sagt er. „Schwimmen und Relaxen.“

Lautes Platschen verrät, dass einige dem kühlen Nass, trotz offiziellem Badeverbot an Wochentagen, nicht widerstehen können. Familie Hahner bleibt lieber am Ufer und spielt Uno. „Wir gehen mit dem Kleinen nur bis zu den Knien ins Wasser“, sagt Svenja Hahner mit Blick auf ihren Sohn Finn.

Ein Stück weiter am Ufer lassen es sich Sabrina Waldmann und Eckhard Köstner, gemeinsam mit ihrem Vierbeiner auf Sonnenliegen gut gehen. Ihnen sei das Badeverbot nie so wirklich bewusst gewesen. „Ich komme hier schon lange zum Baden hin – ist ja auch toll, so ganz ohne Chlor und Chemikalien im Wasser“, sagt Eckhard Köstner. „Aber wenn man jetzt weiß, dass da vorne vor kurzem ein Unfall passiert ist, ist das schon ein komisches Gefühl“, fährt er fort und verweist damit auf den tragischen Badeunfall eines 14-jährigen Schülers aus Hagen vor drei Wochen (unsere Zeitung berichtete).

Nicht nur Schwimmfreunde lockt die Glör an Sommertagen, sondern auch Motorradfahrer wie Susanne und Guido Janiza aus Schwelm. Sie zieht es seit Jahren auf ihren Touren quer durchs Sauerland immer wieder zur Talsperre. „In diesem Jahr konnten wir noch nicht so oft fahren. Waldwege machen bei Nässe keinen Spaß,“ sagt der 44-Jährige. Seine Frau ergänzt: „Eigentlich essen wir hier immer ein Eis, aber heute ist die Bude zu.“

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