Vollsperrung für Autofahrer

B54: Bald wieder freie Fahrt nach Felsabsturz

Felsbrocken stürzt auf B54.
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Felsbrocken stürzt auf B54.

Gute Nachrichten für Verkehrsteilnehmer, die über die B54 fahren.

Schalksmühle – Für Autofahrer auf der B54 von Schalksmühle Richtung Dahlerbrück ist bald wieder eine Durchfahrt möglich: Ab dem 4. Mai wird die Vollsperrung aufgehoben, die Straße kann dann wieder einspurig befahren werden. Zumindest vorerst.

Große Felsbrocken, die sich vom Hang gelöst hatten und auf die Fahrbahn gerutscht waren, waren der Grund, weshalb die B54 zur Sackgasse wurde. Zu groß war die Gefahr, dass weiteres Gestein abbrechen und jemanden verletzen könnte. Um das ganze Ausmaß der Erdbewegungen überblicken zu können, musste zunächst der komplette Hang von Moos, Flechtenbewuchs und rund 1000 Bäumen befreit werden. Anschließend machte sich ein Gutachter ein genaues Bild von den Gesteinsschichten und losen Felsen.

Sanierungskonzept wird erstellt

„Der ist jetzt dabei, ein Sanierungskonzept zu erstellen. In etwa vier Wochen können wir mit einem Ergebnis rechnen“, erklärt Andreas Berg vom zuständigen Landesbetrieb Straßen.NRW. Welche Maßnahmen dann getroffen werden, hängt vom erstellten Gutachten ab. Fest steht bislang, dass der Hang wegen seiner Größe in drei Teilbereiche gegliedert werden soll, die dann nacheinander bearbeitet werden. Bis mit den Maßnahmen begonnen werden kann, soll der Verkehr zumindest wieder einspurig über die B54 rollen. Ab Dienstag, 3. Mai, wird eine Ampelanlage die Durchfahrt regeln.

Rund 1000 Bäume mussten gefällt werden, bevor der Gutachter das Gefahrenpotential einschätzen kann, das von dem Hang an der B54 ausgeht.

Aber Andreas Berg hat auch noch eine schlechte Nachricht: „Sobald die Arbeiten beginnen, wird es definitiv nochmal eine Vollsperrung geben, weil die Straße recht schmal ist.“ Wann es soweit sein wird, kann auch der Fachmann noch nicht genau sagen. „Wir müssen erst abwarten, was das Gutachten ergibt, dann müssen die Arbeiten ausgeschrieben werden. Bis die dann vergeben sind, wird es noch dauern.“ Als grobe Schätzung gibt Berg die zweite Jahreshälfte an.

Verzögerungen durch kalte Temperaturen

Die kalten Temperaturen in den vergangenen Monaten sorgen dabei für zusätzliche Verzögerungen. „Felssicherungen in unserem Bauamtsbezirk sind nach diesem Winter eine grauenhafte Geschichte. Wir haben so viele Felssicherungen“, klagt Berg und erklärt: „Der Fels unterliegt einer Verwitterung. Wenn jetzt Wasser in die Klüfte eindringt und wir so einen strengen Winter haben mit hohen zweistelligen Minustemperaturen, dann gefriert das Wasser darin und sprengt die Felsen kaputt.“

Das ist Verkehrssicherungspflicht, und der müssen wir nachkommen.

Andreas Berg von Straßen.NRW

Nicht nur Felsen, sondern auch die Asphaltdecken leiden unter dieser Witterung. Laut Berg haben sich die Meldungen über Schlaglöcher auf den Straßen nach dem Winter geradezu überschlagen. Dementsprechend hoch sei derzeit auch das Arbeitsaufkommen. „Das ist Verkehrssicherungspflicht, und der müssen wir nachkommen“, sagt Berg.

Im Zusammenhang mit der Felssicherung in Schalksmühle werden dort wohl Netze oder zumindest Fangschutzzäune angebracht. „Das ist die klassische Sicherung. Eine großartig andere Möglichkeit gibt es nicht. Wir können die Böschung ja nicht wegmachen“, erklärt Berg.

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