Word-Camp für Azubis Oben an der Volme

Die Macht des Wortes - erstes Word-Camp in den Holzhütten

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Foto-Workshop mit Guido Raith.

Volmetal - Von Freitag bis Sonntag verwandelte sich der Jahnsportplatz in ein Hüttendorf. Grund war die Veranstaltung Word Camp für Auszubildende, die das Kulturmanagement Oben an der Volme in Zusammenarbeit mit der Bildungsinitiative Schalksmühle und dem Märkischen Kreis auf die Beine gestellt hatte.

Rund 30 Auszubildende konnten im Rahmen unterschiedlicher Workshops auf kreative Weise die Macht des Wortes kennenlernen. Während der drei Tage waren die Teilnehmer in einigen der Blockhäuser fest untergebracht, in den übrigen fanden die Workshops statt. 

Dabei standen Ausdrucksformen verbaler und nonverbaler Kommunikation im Mittelpunkt. Am Sonntagmittag wurden die Ergebnisse bei einer Präsentation im Camp der Öffentlichkeit gezeigt. 

Fotografie als nonverbale Kommunikation

Ein Beispiel für die nonverbale Kommunikation stellt die Fotografie dar. Fotograf Guido Raith erklärte den Auszubildenden, was für ihn beim Fotografieren wichtig ist und hatte hierfür auch zahlreiche seiner eigenen Fotografien mitgebracht. So konnten die Jugendlichen für ihre späteren Foto-Exkursionen auf dem Gelände für sich selbst herausfinden, welche Details ein Foto zu etwas Besonderem machen können. 

Kleine Vernissage: 300 Fotos wurden vorgestellt.

Am Ende präsentierten die vier Fotografen rund 300 Fotos. „Die Teilnehmer haben allerdings mindestens die dreifache Menge an Bildern produziert“, erklärte Raith im Rahmen der kleinen Vernissage. 

Poetry-Slammer und Autor Marian Heuser beherrscht die Sprache in schriftlicher und verbaler Form wie kaum ein anderer. Mit seinem Poetry-Slam „World of Wordcraft“ ist er inzwischen bundesweit erfolgreich und somit der geeignete Fachmann, um Jugendlichen das Schreiben und Vortragen pointierter Text näherzubringen.

Dreí Tage Workshops: Das Ergebnis wurde am Sonntag im Camp der Öffentlichkeit präsentierte.

Auf der Abschlusspräsentation hörten die Zuhörer von den ebenfalls vier Workshop-Teilnehmern dann sechs fantasievolle Texte über die Befindlichkeiten von Filzstiften oder Gebrauchtwagen. 

Murat Isboga ist Theaterpädagoge und durch die Produktionen seines Theaters „Halber Apfel“ längst auch überregional bekannt. Bei seinem Workshop entwickelten die Teilnehmer einen Sketch, der sich mit den Machenschaften des Lebensmittelkonzerns Nestlé im Amazonas befasste, wo das Unternehmen den Menschen ihr Grundwasser abzapft, um es, in Flaschen abgefüllt, teuer zu verkaufen. 

Theater-Workshop mit Theaterpädagoge Murat Isboga.

Bei der Präsentation am Sonntag führte die Truppe ihr Stück gleich zweimal auf, beim zweiten Mal allerdings kommentiert von den Teilnehmern des Workshops von Business-Coach Astrid Frevel. Hierbei standen unter anderem mögliche Missverständnisse in der Kommunikation untereinander im Vordergrund. 

Gründung einer Band

Bei Musiker und Songwriter Ralf Franke bildeten die Workshop-Teilnehmer schließlich eine Band und entwickelten gemeinsam zwei Musikstücke. Während bei dem ersten die Improvisation im Vordergrund stand, handelte es sich bei dem zweiten Werk um einen von Grund auf geschriebenen Song. Beide Stücke trug die Band bei der Präsentation auf perfekte Weise vor.

In einem Workshop gründeten die Teilnehmer eine Band.

 

Ulrike Tütemann vom Kulturmanagement Oben an der Volme dankte am Sonntag allen Beteiligten für ihr Engagement, darunter die Pfadfinderschaft St. Georg aus Lüdenscheid, die an den drei Tagen für die „Drei Sterne Völlerei“, die Verpflegung für die Teilnehmer, sorgte. 

„Ferner danke ich den Städten und Gemeinden Oben an der Volme – Schalksmühle, Halver, Meinerzhagen und Kierspe – vertreten durch Anja Wolf, Thomas Gehring, Marin Witscher und Regina Semeraro, dem Märkischen Kreis, vertreten durch Detlev Krüger, sowie der Kulturregion Südwestfalen mit Susanne Thomas“, erklärte Ulrike Tütemann darüber hinaus. 

Schließlich dankte sie auch dem Schalksmühler Bürgermeister Jörg Schönenberg, der am Sonntagvormittag ebenfalls anwesend war, für sein Vertrauen in die Aktion. „Der Ruf nach Wiederholung wurde laut, ich bin dabei“, schloss Ulrike Tütemann ihre Ansprache.

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