Schalksmühler Schüler informieren sich im Infomobil der Metall- und Elektroindustrie

Unter der Anleitung von Detlef Oehme konnten die 17-jährige Yvonne sowie die 16-jährige Ronja (v.l.) selbst an einer CNC-Maschine arbeiten und einen Würfel aus Metall fräsen.

SCHALKSMÜHLE ▪ Von A wie Autoindustrie bis Z wie Zieherei – die Berufspalette in der Metall- und Elektroindustrie ist vielseitig. „Es gibt in diesem Sektor alleine rund 40 Ausbildungsberufe. Dazu kommen Studiengänge und andere Einstiegsmöglichkeiten“, sagt Detlef Oehme. Zusammen mit Matthias Schmidt berät Oehme im Infomobil der Metall- und Elektroindustrie Jugendliche bei der Berufswahl. Gestern stand der 18 Meter lange Bus am Rathaus. Rund 30 Neunt- und Zehnklässler der Haupt- und Realschule nutzen die Gelegenheit und informierten sich.

In drei Gruppen aufgeteilt sahen sich die Schüler um – und erfuhren, wie abwechslungsreich, verantwortungsvoll, aber auch anspruchsvoll die Berufe sind. So gehört beispielsweise die Maschinensteuerung per Computer zum Alltag der Facharbeiter.

Schüler arbeiten

an CNC-Maschinen

Um dies zum demonstrieren, bestand für die 15- und 17-Jährigen die Möglichkeit, selbst an einer von zwei CNC-Maschinen zu arbeiten. Das Angebot nutzte unter anderem die 17-jährige Yvonne. „Wir haben einen Würfel aus Metall gefräst“, erklärte die Realschülerin. Gemeinsam mit ihrer Mitschülerin Ronja fertigte sie das Stück – dabei war vor allem Präzision gefragt. „Hier geht es um Zehntelmillimeter“, erklärte Detlef Oehme. Daher gehöre Sorgfältigkeit und Genauigkeit zu den Grundvoraussetzung in dem Berufszweig. Des Weiteren müssten Schüler belastbar und selbstbewusst sein. Als schulische Qualifikation empfiehlt Oehme, gut in Mathe und Physik zu sein.

Trotz der hohen Anforderungen will Yvonne nach der Realschule ein Abitur mit dem Schwerpunkt Maschinenbau absolvieren, um anschließend ein Studium beispielsweise zur Maschinenbau-Ingenieurin anzuschließen.

In seiner Berufswahl ist sich auch Martin sicher. Der 16-Jährige besucht derzeit die neunte Klasse der Realschule. Bereits jetzt hat er schon einen Ausbildungsplatz zum Metallbauer in der Tasche.

Genügend Bewerber –

doch: Die Qualität fehlt

„Die Industrie sucht gute, zuverlässige Leute – da ist es nicht verwunderlich, wenn schon früh Verträge geschlossen werden“, erklärte Detlef Oehme. Denn: Bewerber auf die Stellen gebe es zwar genügend. „Doch“, sagte Oehme, „die Qualität fehlt.“ Daher bezahle auch der Arbeitgeberverband Lüdenscheid jährlich eine Tour des Infomobils durch seinen Einzugsbereich, um so passende Leute für die Berufe zu begeistern.

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