Auswertung der Attraktivitäts-Umfrage im Hauptausschuss vorgestellt

Aufgedeckte Schwachstellen werden angegangen

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Die bereits angegangene Umgestaltung des Glörparks in Dahlerbrück ist eine der Maßnahmen, die zu einem gepflegteren Ortsbild Schalksmühles, das in der Umfrage eher negativ bewertet wurde, beitragen sollen.

Schalksmühle - Die Stärken der Volmegemeinde sollen in Zusammenarbeit mit einer Agentur herausgestellt und eventuell in Form einer Imagebroschüre kommuniziert werden. Zudem soll der Arbeitskreis Demografie gezielt auch einige Schwachstellen angehen und versuchen, zu sichtbaren Verbesserungen zu kommen. So lauten erste Überlegungen nach der Auswertung der Online-Umfrage zur Attraktivität Schalksmühles.

Die Ergebnisse der Bürgerbefragung präsentierten Anja Wolf, Fachbereichsleiterin Bürgerdienste der Gemeindeverwaltung, sowie Jan Schriever und Michael Siol als Mitglieder des Arbeitskreises am Montagnachmittag in der Sitzung des Hauptausschusses im Ratssaal des Rathauses.

Die Umfrage wurde von der Universität Siegen konzipiert und in insgesamt elf Kommunen durchgeführt. „Bei uns haben rund 500 Personen mitgemacht. Damit haben wir in absoluten und relativen Zahlen den Spitzenplatz. Dabei sind alle anderen Kommunen größer. Wir können stolz auf die Schalksmühler sein“, sagte Wolf.

Aufgrund der recht hohen Teilnehmerzahl seien die Ergebnisse extrem aussagekräftig, bewertet der Arbeitskreis die Aktion als vollen Erfolg. Als besonders wichtig angesehen werden von den Umfrageteilnehmern ein gut ausgebautes Telekommunikationsnetz, ein gepflegtes Ortsbild und ein gut ausgebautes Gesundheitssystem. Bei all diesen Punkten stellten die Schalksmühler ihrer Kommune – zum Teil wenig überraschend – ein eher schlechtes Zeugnis aus. Ebenfalls schlecht bewertet wurden die Einkaufsmöglichkeiten und ein vielfältiges Gastronomieangebot. Besonders junge Familien – auf die der Arbeitskreis als Zielgruppe bei seinem Wirken einen Schwerpunkt legt – bewerteten zudem die Kommune und ihre Bewohner im Bereich der Kinderfreundlichkeit als verbesserungswürdig.

Punkten kann Schalksmühle als ruhige Wohngegend, mit vielen Naturerlebnissen in der Nähe, den Erholungsräumen und Grünflächen, der Primusschule als Lernort, einem breiten Sportangebot und einer guten Autobahn-Anbindung.

Prioritätenliste aufgestellt

„Jetzt haben wir bestätigt, was viele vorher wohl schon gefühlt haben. Nun gilt es anhand der Ergebnisse eine Prioritätenliste aufzustellen, konkrete Projekte zu entwickeln und abzuwägen was leistbar ist, was vielleicht auch nicht“, sieht Bernd Müller (UWG) in der Auswertung der Umfrage einen wichtigen Anhaltspunkt für die Entwicklung der Gemeinde.

Eine solche Liste hat der Arbeitskreis bereits aufgestellt. „Gewisse Schwachpunkte hat die Gemeinde schon erkannt und arbeitet daran. So soll beispielsweise die Breitbandversorgung verbessert und ein Einzelhandelskonzept erstellt werden, also können wir uns auf die anderen Bereiche konzentrieren“, sagte Schriever.

Interventionsbedarf sieht der Arbeitskreis in den Bereichen kinderfreundlich aufgestellte Stadt, gut ausgebautes Gesundheitssystem und gepflegtes Ortsbild. Für Letzteres sei ein Anfang mit der geplanten Umgestaltung des Glörparks unter aktiver Einbeziehung der Bevölkerung bereits gemacht.

Für diese Herangehensweise sprach sich neben den übrigen Ausschussmitgliedern auch Bürgermeister Jörg Schönenberg aus und sagte außerdem zu, eventuell benötigte finanzielle Mittel – beispielsweise für die Zusammenarbeit mit einer Agentur – bereitstellen zu wollen.

„Wir sollten den Arbeitskreis in seinem Weg bestärken“, sagte Bürgermeister Schönenberg. Schließlich gelte es die Stärken Schalksmühles herauszustellen, zugleich aber Konzepte für die vorhandenen Lücken zu erarbeiten.

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