Ausstellung "Zinnfiguren als Zeitzeugen" im Rathaus

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Kurt Scholz informierte die Besucher des Rathauses am Donnerstag über seine Zinnfiguren-Sammlung, Bürgermeister Jörg Schönenberg (rechts) hörte interessiert zu.

Schalksmühle - „Zinnfiguren als Zeitzeugen“ können sich Interessierte seit Donnerstag in den Vitrinen im Eingangsbereich des Rathauses anschauen. Bürgermeister Jörg Schönenberg eröffnete am Vormittag die gleichnamige Ausstellung des Schalksmühlers Kurt Scholz.

Zu sehen sind bildliche Darstellungen von Alltagsituationen, bekannten Märchenszenen, Szenen aus „Max und Moritz“ sowie historische Einzelfiguren und weihnachtlicher Zimmerschmuck aus Zinn.

„Als Kind habe ich früher selbst mit Zinnfiguren gespielt, die waren aber längst nicht so schön wie diese hier. Das ist wirklich eine ganz besondere Sammlung“, sagte Schönenberg im Rahmen der Ausstellungseröffnung. Rund 800 bis 1000 Zinnfiguren umfasst die Sammlung von Kurt Scholz, die schönsten Exponate sind nun bis zum 28. Juli im Rathaus zu sehen.

Das Besondere an ihnen ist: Jede Figur hat Scholz als Rohling bekommen, anschließend in fünf Arbeitsschritten aufwendig von Hand bemalt. „Alle Figuren haben einen historischen Hintergrund, deshalb halte ich mich beim Bemalen genau an die Anleitungen und Malvorlagen. Bei den Uniformen der Soldaten beispielsweise muss jeder Knopf exakt an der richtigen Stelle sitzen. Das ist manchmal sehr zeitintensiv“, erzählt der gelernte Maler und Lackierer, der sich für diese Arbeit in seiner Garage eine große Werkstatt eingerichtet hat. 

Jede Figur wird von Schulz erst geputzt und gebadet, bevor sie auf eine Malleiste kommt, wo dann die eigentliche Arbeit mit dem Grundieren und Bemalen beginnt. Dafür nutzt Scholz wahlweise Acryl- oder Mussinifarbe. „Die Figuren werden so bemalt, wie sich der Mensch anzieht“, verriet Schulz. Zunächst werden also alle hautfarbenen Bereiche bemalt, danach folgt die Bekleidung in der richtigen Reihenfolge. Ende der 1980er-Jahre hat Scholz die Sammelleidenschaft erstmals gepackt. „Zunächst waren es nur die Rohlinge. 

Nach einiger Zeit habe ich mir erste Fachliteratur besorgt und mich schließlich getraut, die ersten Figuren zu bemalen“, erzählte der Senior, der seine schönsten Stücke im Wohnzimmer und im Wintergarten aufbewahrt. „Dort ist bis Ende Juni jetzt ganz viel Platz“, sagte der Künstler lachend.

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