Ausstellung im Rathausfoyer „Spiele alt und neu“

+
Beate Thebrath zeigt ein historisches „Schwarzer-Peter“-Spiel, eines der Kartenspiele in den Vitrinen.

Schalksmühle - Die Ausstellung „Spiele alt und neu“ – eine weitere Gemeinschaftsaktion des Vereins für Geschichte und Heimatpflege und der Bücherei Schalksmühle KÖB lädt ab sofort in das Foyer des Rathauses ein. Nachdem die Ausstellung: „Alte und neue Bücher“ im vergangenen Jahr sehr gute Resonanz erzielte, verabredeten Hans Spenner (Heimat- und Geschichtsverein) und Beate Thebrath (KÖB), dieses Mal ihre Gesellschaftsspiele zu präsentieren.

„Wir wollen unsere schönen, alten Dinge nicht nur haben und aufbewahren, sondern gerne auch einem größeren Betrachterkreis zugänglich machen“, erklärte Spenner. Bei der Eröffnung zeigte sich sogleich der erhoffte Effekt. Alle Beteiligten erinnerten sich angesichts der Mühle- und Halmabretter, des Flohspieltöpfchens und schön gezeichneter Quartettkarten an alte Zeiten und Vorkommnisse. Eine Tafel gibt Auskunft über das seit 1979 jedes Jahr in Deutschland ausgewiesene „Spiel des Jahres“.

Das Spielen selbst hat eine jahrtausendealte Geschichte, wusste Hans Spenner zu berichten. Es enthält mitunter kultische und religiöse Züge. Schach, Halma, Dame, Mühle und Backgammon: Die in der westlichen Welt bekanntesten, klassischen Brettspiele sind orientalischer Herkunft. Sie verbreiteten sich in Europa, als Tausende Ritter im Hochmittelalter von den Kreuzzügen aus dem Morgenland zurückkehrten, die Spiele im Gepäck. Im Spätmittelalter wurde, vorrangig in den Städten, mehr und mehr um Geld gespielt. In Deutschland gibt es jedes Jahr Hunderte neuer Spiele.

„Jede junge Familie, die bei uns Medien leiht, hat auch ein Spiel dabei“, informierte Thebrath. Wie sehr das Spielen die Menschen prägt und begeistert zeigte sich auch bei der Ausstellungseröffnung. Viele Gespräche entstanden rund um die ausgestellten Spiele, eigene Erinnerungen wurden hervorgekramt. So erzählte zum Beispiel Bürgermeister Jörg Schönenberg, dass er in seiner Jugend am liebsten Karten gespielt hat.

Die Ausstellung kann bis zum 8. Dezember während der Öffnungszeiten des Rathauses besucht werden. Zu beachten gilt: Das Rathaus ist derzeit nur durch den Seiteneingang zu betreten. - Von Rita Jonuleit

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare