Ausschuss will neuen Toilettenwagen

Symbolbild

SCHALKSMÜHLE -  Abschaffung, Reparatur oder Neukauf – diese drei Möglichkeiten diskutierten die Lokalpolitiker im Bezug auf den Toilettenwagen der Gemeinde. Letztlich stimmten die Mitglieder des Ausschusses für öffentliche Einrichtungen und Umwelt dafür, einen neuen Wagen anzuschaffen. Allerdings sollen Miete und Kaution angehoben werden.

„Ich bin dafür, dass das Angebot erhalten bleibt“, sagte Erhard Fischer. Der UWG-Vertreter sprach von einer indirekten Vereinsförderung. „Viele sind finanziell nicht in der Lage, sich woanders einen Toilettenwagen zu mieten.“ In die gleiche Kerbe schlug sein Fraktionskollege Manfred Trimpop. „Ich weiß nicht, wie das Ordnungsamt dazu steht, wenn die Besucher eines Siedlerfestes alle in den Wald gehen, um ihr Geschäft zu erledigen.“

Ein Toilettenwagen sei wichtig, um Veranstaltungen stattfinden zu lassen. Dies sei wiederum wichtig für die Gemeinschaft oder Kommunikation. Das Gremium diskutierte über den Vorschlag, dass der Bauhof den Toilettenwagen zwischendurch reparieren könnte, um so die geschätzten 4000 bis 5000 Euro Kosten einzugrenzen. Während Bauhofsleiter Peer Heinzer sagte, dass dies die personellen Möglichkeiten übersteige, sagte Winfried Schindler vom Ordnungsamt: „Der Toilettenwagen ist nicht mehr zu gebrauchen. Der ist bis zum letzten Tropfen ausgelutscht.“

Eine andere Idee war, dass die Feuerwehr den Wagen wieder herrichten könnte. Im Anbetracht dieser Diskussionen scherzte der Ausschussvorsitzende Udo Kloss (SPD): „Oh, vielleicht sollen wir ja einen Arbeitskreis Toilettenwagen gründen.“

Letztlich machte Jürgen Ebert (FDP) den entscheidenden Vorschlag: „Wir müssen die Schere von beiden Seiten schließen. Das heißt, wir müssen die Kosten reduzieren und die Einnahmen moderat erhöhen.“ Der Liberale schlug vor, einen neuen Toilettenwagen anzuschaffen und 50 Prozent eines gewerblichen Anbieters zu verlangen. So seien die Ausgaben gedeckt. Konkret schlug er vor, die Preise von 120 auf 180 Euro für den Teilservice (Anfahrt ohne Anschluss) beziehungsweise von 200 auf 260 Euro zu erhöhen für den Vollservice.

Unterstützung für diese Idee erhielt Ebert von Bürgermeister Jörg Schönenberg: „Entweder sollte der Wagen abgeschafft werden oder ein neuer gekauft werden. Das Rumgewurschtel bringt doch nichts.“ Allerdings könne ein neuer Toilettenwagen kleiner sein als der bisherige. Dadurch könnte der Anschaffungspreise von 15.000 Euro eventuell geringer ausfallen.

Der CDU-Vertreter Jörg Weber schloss sich Eberts-Forderung an und betonte, dass so der Spargedanke erhalten bleibe und die Vereine und Institutionen dennoch profitierten.

Bei der Formulierung des Antrages zum Kauf eines neuen Toilettenwagens und der Erhöhung der Mieten, fügte Manfred Trimpop hinzu, dass auch die Kaution angehoben werden sollte und zwar von 100 auf 300 Euro. „Damit verhindern wir, dass der Wagen dreckig oder demoliert zurückgegeben wird.“

Einstimmig stimmten die Mitglieder des Ausschusses dem geänderten Beschlussvorschlag zu.

Der Finanz- sowie der Hauptausschuss müssen allerdings einer Anschaffung noch zustimmen. - mc

Anschaffung im Jahr 2001:

- Der Toilettenwagen der Gemeinde Schalksmühle ist im Jahr 2001 zum Preis von rund 12 8000 Euro angeschafft worden.

- Im Schnitt ist der Toilettenwagen jährlich bei 10 bis 15 Veranstaltungen, im Ausnahmefall auch

außerhalb des Gemeindegebietes, eingesetzt.

- Jedoch nur für sechs bis sieben Benutzungen wird eine Miete

erhoben.

- Die anderen Veranstaltungen sind laut Verwaltungsvorlage gemeindeeigen. Dort wird der Toilettenwagen kostenfrei zur Verfügung gestellt.

- In den vergangenen Jahren ergaben sich laut Vorlage durchschnittlich rund 1000 Euro jährliche Mieteinnahmen.

- Bei notwendigen Instandsetzungsarbeiten im Sommer ist aufgefallen, dass der Wagen trotz zwischenzeitlicher Reparaturen durch den Bauhof am Dach, den Wänden sowie am Boden Defekte beziehungsweise marode Stellen aufweist.

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