Auslaufen mit Wermutstropfen

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Schalksmühle -  Jetzt steht es fest – der Schulbetrieb der auslaufenden Verbundschule kann bis Ende des Schuljahres 2016/17 fortgeführt werden. Davon profitieren jedoch nicht alle: Die Schüler der jetzigen Realschulklasse 7a müssen nach den Sommerferien an eine andere Schule wechseln. Das entschied jetzt die Bezirksregierung Arnsberg.

Grund ist, dass für die zwölf verbleibenden Schüler der Klasse 7a – die anderen Kinder wurden bereits von ihren Eltern abgemeldet – keine angemessene Beschulung mit erforderlichen Angeboten mehr möglich ist, wie die Bezirksregierung mitteilt. Für die anderen Klassen mit insgesamt 112 Schülern werde der ordnungsgemäße Schulbetrieb gewährleistet und die Jugendlichen können ihren Abschluss noch an der Verbundschule machen.

In der vergangenen Woche informierte die Schulleitung gemeinsam mit der Gemeinde und der Bezirksregierung die Eltern der zwölf Schüler über diese Entscheidung. „Sie haben es natürlich nicht gut aufgenommen, dass ihre Kinder jetzt so kurzfristig die Schule wechseln müssen. Aber die Gemeinde garantiert den Kindern, auch wenn sie nicht an einer Schalksmühler Schule ihren Abschluss machen, die Ausbildungsplatzgarantie der heimischen Wirtschaft. Doch das ist nur ein schwacher Trost“, erklärt Anja Wolf, Fachbereichsleiterin Bürgerdienste und bei der Gemeinde zuständig für den Aufgabenbereich Schule. Die Gemeinde hätte letztlich gern allen Schülern die Möglichkeit gegeben, an der Verbundschule ihren Abschluss zu machen. Seit vergangenen Herbst warteten Verwaltung und Schule auf die Entscheidung der Bezirksregierung.

Die betroffenen Schüler haben nun in Lüdenscheid und Halver die Möglichkeit, eine weiterführende Schule zu besuchen. Wie die Bezirksregierung mitteilt, erhalten alle betroffenen Eltern eine individuelle Beratung, um die Schullaufbahn ihrer Kinder weiter planen zu können. Die Gemeinde trägt für die Schüler die Fahrtkosten zu der aufnehmenden Schule.

Grund für das Auslaufen der Verbundschule waren zu geringe Anmeldezahlen. Es konnten 2012 und 2013 keine Eingangsklassen gebildet werden. Auf Betreiben der Bezirksregierung Arnsberg hatte der Gemeinderat daraufhin im vergangenen Jahr die Auflösung beschlossen. Um den Schülern ein weiterführendes Schulangebot vor Ort zu sichern, beschloss der Rat gleichzeitig die Teilnahme am Schulversuch Primus.

Von Alisa Kannapin

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