Ein Zweitklässler-Ausflug aufs Land

+
Mit frischen Sträußen aus Butterblumen und vielen Eindrücken vom Leben auf dem Bauernhof traten die Schüler der Grundschule Spormecke wieder den Heimweg an.

Albringwerde - Dass auch Kühe „Leckerchen“ im Stall bekommen und was sie überhaupt so alles an Futter erhalten, erfuhren Donnerstag die Zweitklässler der Grundschule Spormecke. Aber nicht nur das – unzählige Fragen beantworteten Landwirt Erhard Fischer und seine Frau Renate wie auch Nachbarin Barbara Heutelbeck in Albringwerde.

Der Ausflug ergänzt den Lehrplan des Grundschul-Unterrichts, wie Klassenlehrerin Karin Trimpop erklärte. Nach einer einstündigen Wanderung mit einer Frühstückspause unterwegs erreichten die Kinder der Klassen 2a und b den Hof von Erhard und Renate Fischer. Zuerst ging es zur Koppel mit den Pferden. Ein runder Ball in einem Plastikkasten fiel den Kindern dort auf. „Das ist eine frostsichere Tränke ohne Strom“, erklärte ihnen Erhard Fischer. „Das Wasser kommt aus der Erde, die Pferde drücken den Ball mit dem Maul, oder wenn der Ball angefroren ist, mit dem Huf nach unten und können dann trinken.“

Direkt neben den Pferden haben auch die Quessant-Schafe (Bretonische Zwergschafe) ihre Weideflächen. Einige Tiere kamen sogar zu der quirligen Kinderschar hingelaufen und ließen sich über den Zaun hinweg füttern und streicheln.

Der Esel Tom, ein Geburtstagsgeschenk von Renate Fischer, wie auch sein Kumpel Jonni zeigten viel Geduld, ließen sich ausgiebig von den Schülern streicheln, frisches Futter zustecken und kuscheln.

Auf dem anliegenden großen Gehege forderte schon der Hahn mit seinem lauten Kikeriki die Aufmerksamkeit der Besucher. Zusammen mit Kaninchen und Meerschweinchen lebt er mit seinen Glucken auf dem Hof. Landwirtin Renate Fischer betreut die Tiere für das SOS-Kinderdorf. Zwei Gast-Schafe ihrer kleinen Herde gehören auch zu diesem Projekt für tiergestützte Pädagogik.

Nachdem die Kinder alles ausgiebig angeschaut und dicke Butterblumen- und Margeritensträuße gesammelt hatten, zog die muntere Schar weiter zum Nachbarhof Heutelbeck. Hausherrin Barbara Heutelbeck zeigte den Kinder den Melkstand der Kühe und ging auf alle Fragen ein, etwa wo die ganze Milch hinkommt und wo die Kälbchen sind. Die waren nur eine Tür weiter, zeigten nur ganz kurz etwas Scheu, ließen sich dann aber auch von den vielen kleinen Händen anfassen und schmusen. Was wohl in dem großen, blauen Eimer mitten im Kuhfutter sei, wollten die Kinder auch wissen. Das sei eine Spezialmischung, angereicht mit Mineralien, besonders lecker mit Rübenkraut als Futterzusatz, erfuhren die jungen Besucher. Den gibt es auch mit Knoblauchgeschmack, gegen die Fliegen, wusste die Landwirtin zu berichten.

Zum Abschluss gab es Milchpäckchen und Leuchtbänder, gestiftet von der Molkerei Hochwald. Sehr froh und dankbar waren die Lehrerinnen Trimpop und Uta Pogorzelski wie auch die Kinder, dass Barbara Heutelbeck spontan ihre warme Küche zur Verfügung stellte. Die neun Grad Außentemperatur hatte trotz Rennen und Springen der Kinder für kalte Nasen und Ohren gesorgt. Bis der Bus abfuhr konnten sich so alle wieder aufwärmen, bevor sich die Klassen auf den Heimweg machten. - von Rita Jonuleit

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare