Ausbildungsbörse: Schüler nehmen viel mit

Manfred Salzmann (links), Chef des Landhauses Steinbeisser in Schalksmühle-Kuhlenhagen, informierte die Besucher der Ausbildungsplatzbörse über die Ausbildungswege in der Gastronomie.

SCHALKSMÜHLE/HALVER ▪ Die Chancen für junge Leute auf dem Arbeitsmarkt sind vielfältig, gerade auch in der Region. Das wurde bei der ersten Ausbildungsbörse deutlich, die Halver und Schalksmühle jetzt gemeinsam anboten. 41 Betriebe stellten sich vor. Mehr als 200 Schüler folgten der Einladung zum Löh – und alle nahmen etwas mit.

„Wir wollten Angebot und Nachfrage zusammenbringen“, erklärte Anja Wolf, Fachbereichsleiterin aus Schalksmühle, gemeinsam mit Reinhard Neuhaus aus Halver für die Organisation der Börse verantwortlich. In mindestens einem Fall habe das sehr gut funktioniert: „Ich habe gerade mitbekommen, wie ein junger Mann bei Firma Berker eine Bewerbung abgab. Und direkt zu einem persönlichen Gespräch gebeten wurde“, berichtete Wolf beeindruckt: „Genau so hatten wir uns das gedacht.“

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Ausbildungsbörse Schalksmühle

Einige der 120 Realschüler und Gymnasiasten aus Halver sowie der 70 Verbundschüler aus Schalksmühle waren gut vorbereitet: Wer genaue Vorstellungen von seinem zukünftigen Berufsleben hat, lief anhand des Hallenplans die Stände an, die über passende Ausbildungen informierten. Infos zu Anforderungen, Bewerbungsverfahren und Ausbildungsinhalten gaben alle Firmen ausführlich. Oder beantworteten persönliche Fragen, wie die eines Mädchens: „Ist es ein Problem, wenn ich in ihrem Betrieb Kopftuch trage?“

Vor allem die Frage nach Noten in bestimmten Fächern tauchte immer wieder auf. Personaler sprachen dann auch mal Klartext. „Strengt auch an. Ihr habt viele Mitbewerber von Real- und Höheren Handelsschulen“, redete etwa Gerhard Bexkens von der Firma Jung einer Gruppe von Hauptschülern ins Gewissen, die Kaufleute werden möchten. Genau diesen Kontakt zu Arbeitgebern hält Elvine Trestler für ein wichtiges Element der Ausbildungsbörse: „Schüler bekommen hier aus erster Hand Infos zu den Anforderungen und Erwartungen, die an sie gestellt werden.“ Das sei wichtig. „Und vor allem etwas anderes, als wenn Lehrer oder Eltern es sagen“, so die Pädagogin von der Verbundschule.

Doch nicht nur zielstrebige, auch unentschlossene Schüler konnten von der Ausbildungsbörse profitieren. Sie schauten schlicht bei allen Ständen vorbei und probierten sich aus, wo es möglich war: Bei Dachdecker Düppe griffen sie zur Schiefertafel, beim Hotel Dresel zu Tellern und Besteck, die zu einer festlichen Tafel zusammengestellt werden sollten – immer wieder auch motiviert von ihren Lehrern.

„Es gehört schon Mut dazu, beispielsweise die Anzugträger bei den Banken anzusprechen“, meinte Daniela Schröder, Leiterin der Verbundschule Schalksmühle. Mit ihren Kollegen sei sie deshalb in der Halle unterwegs und bestärke ihre Schützlinge darin, die Gelegenheit zu nutzen. So nahmen schließlich alle Jugendlichen etwas mit – die Neugierigen viele Ideen und Hinweise, die anderen zumindest eine Sammlung an Kugelschreibern, Schlüsselbändern und Co.

Klar war für die Veranstalter schon am Messetag selbst: „Wir machen weiter, nächstes Jahr in Halver“, lud Bürgermeister Dr. Bernd Eicker direkt ein.

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