5. Ausbildungsbörse Oben an der Volme in Schalksmühle

Ausbildung im Fokus im Volmetal - mit Fotogalerie

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Vom Mechaniker bis Rettungssanitäter: Die Schüler konnten sich über viele Berufe informieren.

Schalksmühle - Zum fünften Mal fand die Ausbildungsbörse der vier Kommunen Oben an der Volme statt. Diesmal präsentierten sich 55 Unternehmen in der Sporthalle Löh in Schalksmühle.

Sie haben, was die anderen wollen. Unternehmen wollen gute Auszubildende, Auszubildende wollen gute Unternehmen. Um sich ein Bild voneinander zu machen und potenzielle Arbeitgeber sowie -nehmer zu finden, gibt es jährlich die Ausbildungsbörse Oben an der Volme. 

Die Azubis von morgen können sich so einen Überblick über die Unternehmen der Region machen und in Gesprächen mehr über Beruf und Karriere erfahren. 55 Unternehmen fanden in der Sporthalle Löh in Schalksmühle einen Platz und verwandelten die Halle in ein Messegelände. 

"Wir stehen den Jugendlichen zur Seite"

Stand an Stand reihte sich Arbeitgeber an Arbeitgeber – zwischendrin auch Jobportale wie Karriere Südwestfalen und die Arbeitsagentur sowie ein Stand der Jugendzentren der vier Kommunen, die anstelle einer Ausbildung Unterstützung bei der Suche und Bewerbung stellen möchten. „Wir stehen den Jugendlichen zur Seite“, sagt Kerstin Busse vom Jugendzentrum Schalksmühle. 

Ein Ausbildungsplätzchen.

Von den rund 50 Unternehmen versuchen nur noch wenige, für dieses Jahr Ausbildungsplätze zu vergeben. Der Fokus liegt auf 2020. Früh genug um Bewerber zu kämpfen, wird immer wichtiger, denn es wird immer schwieriger, geeignete Azubis zu finden. Weniger Probleme gebe es bei den kaufmännischen und verwaltungstechnischen Ausbildungen – je handwerklicher die Arbeit wird, je weniger sie mit Büro zu tun, desto weniger Bewerbungen kommen rein. 

Das Handwerk hat viel zu bieten

Dabei hat das Handwerk viel zu bieten, wie Tillmann Sönchen aus Meinerzhagen weiß. Mit seinen 24 Jahren ist er bereits Meister und kann für seinen Beruf aus tiefster Überzeugung Werbung machen. „Man ist an der frischen Luft und erschafft ein Bauwerk“, sagt er. An seinem Stand durften die Jugendlichen auch selbst Hand anlegen und Schieferplatten bearbeiten. 

5. Ausbildungsbörse Oben an der Volme

Vom Handwerk hätten die Organisatoren gerne mehr Stände, sagt Nektarios Stefanidis, Sachgebietsleiter für Bildung, Kultur und Sport der Gemeinde Schalksmühle. Gerade für das Handwerk sei es jedoch schwierig, für zwei Tage Personal und Zeit zu investieren. 

Wenig Besucher am ersten Tag

Donnerstag und Freitag fand die Börse statt. Der erste Tag war beispielhaft für Qualität vor Quantität. Viele Besucher habe es am ersten Tag, der für Eltern und Kinder vorgesehen war, nicht gegeben, dafür aber vielversprechende und gezielte Standbesuche. Am Freitag gab es dafür mehr Besuche von Schulklassen, die jedoch teilweise unvorbereitet erschienen. 

Die Organisatoren möchten fortan enger mit den Eltern der Schüler zusammenarbeiten und gegebenenfalls mehr Schulen ins Boot holen. Der Gesamteindruck der Unternehmen fällt überwiegend positiv aus. 

Die Sporthalle Löh wurde zur Messehalle.

Viele Unternehmen führten vielversprechende Gespräche und nutzten die Gelegenheit, sich vorzustellen. Dafür stand an nahezu jedem Stand junges Personal und viele brachten ihre aktuellen Auszubildenden mit, die für jede Frage offen waren. Auch Auszubildende, die sich einst auf der Börse informierten, standen diesmal auf dem Stand.

Vom Praktikum zum Azubi

So führte Hendrik Ester ein Gespräch für ein Praktikum, das später in eine Ausbildung mündete. Schon auf der Börse sei ihm bewusst gewesen, dass er in das Unternehmen gehört. Heute ist er bei Kostal in Lüdenscheid beschäftigt und zog dafür von Brilon in den Märkischen Kreis. Das entspricht der Vermutung von Stefanidis: „Wenn jemand wirklich bei einem Unternehmen anfangen will, nimmt er Wege auf sich.“ 

Weit fahren oder gar umziehen müsse man, mit Fokus auf Ausbildungsplätze, in Südwestfalen nicht, wie es auch am Stand von Karriere Südwestfalen heißt. „Es gibt hier tolle Karrieremöglichkeiten“, sagt Christoph Reuber, Key-Account-Manager des Internetportals. „In die große, weite Welt muss man gar nicht, um einen guten Arbeitgeber zu finden und eine Ausbildung, die viel bietet.“

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