Auge in Auge mit dem Fuchs

„Der hat aber spitze Zähne.“ Sichtlich beeindruckt betrachteten zwei Jungs einen ausgestopften Fuchs.

SCHALKSMÜHLE -  Eifrig zählten die Kinder des Maxiclubs der Kita Mathagen die Ende des großen Hirschgeweihs. „Das sind ja 16 Stück“, stellte ein Mädchen schließlich erstaunt fest. Insgesamt zwölf Mädchen und Jungen besuchten jetzt das Jagdmuseum und erfuhren viele Dinge über den Wald und dessen Bewohner.

Seit zwölf Jahren ist Ulla Staubach Jägerin beim Hegering Schalksmühle-Hülscheid. Seit zehn Jahren führt sie Kindergartengruppen durch das Museum an der Straße Asenbach 9. Begleitet wurde sie dieses Mal von Thimo Lückmann. Er tritt demnächst in ihre Fußstapfen. Bevor er jedoch zukünftig die Kleinen alleine durch die Ausstellung führt, schaute er Ulla Staubach bei deren wohl letzter Führung noch einmal über die Schulter.

Mit lauten Boah-Rufen betraten die Kinder den großen Ausstellungsraum. Vorsichtig näherten sie sich den ausgestopften Tieren. Zur Begrüßung fragte Ulla Staubach die Mädchen und Jungen, ob sie denn wüssten, was die Aufgabe eines Jägers ist. Nach einer kurzen Bedenkzeit sagte ein Junge, dass ein Jäger kranke Tiere abschieße. Staubach ergänzte, dass die Jäger nicht nur kranke Tiere erschießen, sondern auch für eine Auslese sorgen. Denn: „Wenn es zu viele Tiere gibt, finden sie nicht mehr genug Futter.“

Im weiteren Verlauf des Rundgangs lernten die Kinder einige Waldbewohner wie den Specht, das Reh, das Wildschwein und den Fuchs kennen. Insbesondere von Letzterem zeigten sich die Kleinen beeindruckt. „Der hat aber spitze Zähne“, bemerkte ein Junge beim Betrachten eines präparierten Tieres.

Während der ganzen Zeit begleitete die Badino-Mix-Hündin Finnja die Gruppe. „Sie mag Kinder. Ihr dürft sie nur nicht an den Ohren oder am Schwanz ziehen“, erklärte Herrchen Thimo Lückmann. Die Mädchen und Jungen nahmen die Worte sehr ernst und streichelten die Hündin nur ganz vorsichtig, was diese sichtlich genoss.

Immer wieder erzählten die Kinder von eigenen Erlebnissen mit Waldtieren. So hatten einige schon einmal ein Reh oder Eichhörnchen gesehen.

Ulla Staubach machte den Mädchen und Jungen klar, dass sie keine Tiere anfassen, keine Pflanzen herausreißen und Pilze zertreten dürfen. Dann erzählte sie von einem Igel, der in einen leeren Joghurtbecher stecken geblieben und letztlich gestorben war. „Deshalb lasst niemals Müll im Wald zurück.“

Am Ende der Besichtigung hatte Thimo Lückmann Sticker mit Tiermotiven, Malvorlagen, Lesezeichen, ein Infoheft und Stundenpläne für die Kinder parat, die sich für den Ausflug mit dem Lied „Alle Leut“ bedankten. - Von Jana Peuckert

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