Umgestaltung der Glörtalsperre bis Ende Mai -  Strikte Regeln für Hunde

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Für Hunde bleibt der Überschwemmungsbereich weiterhin tabu.

Breckerfeld/Schalksmühle – Wer sich derzeit zur Glörtalsperre aufmacht, der wird dort nicht sonnenhungrige Menschen und Sportler, sondern Bauarbeiter antreffen. Sie treiben die Umgestaltung voran.

Bauarbeiten 

Hans-Ulrich Wehmann, Geschäftsführer der Freizeitgesellschaft Glörtalsperre GmbH (FSG), zeigt den aktuellen Sachstand auf. Die Restarbeiten an der Staumauer werden in gut zwei Wochen abgeschlossen sein, so Hans-Ulrich Wehmann. „Wir können bis dahin nicht aufstauen, da dort noch bautechnische Abnahmen erfolgen müssen.“ Zeitgleich werde auch die Badestelle fertig aufgeschüttet sein. Die Böschung am Haus Glörtal ist komplett gestaltet und soll nun begrünt und bepflanzt werden. Zudem werden die Treppenaufgänge erneuert. 

Fahrrad-Abstellplatz 

Der Fahrradstellplatz ist hergerichtet, es fehlt noch die E-Ladesäule für Elektro-Räder. Auch der Spielplatz an der DLRG-Station/Badekiosk werde zeitig fertig. Nach den Grobarbeiten erfolge bis Mitte Mai der Feinschliff. Die Corona-Krise spiele der FSG in die Karten, da sie ihr mehr Zeit verschaffe. 

An der DLRG-Station/Bade-Kiosk entsteht derzeit ein neuer Spielplatz für Kinder.

Haus Glörtal 

Für die Erweiterung des Restaurants mit Anbaus und weiterer Terrasse werde die entsprechende Genehmigung beantragt, erklärt Hans-Ulrich Wehmann. Dabei stimme man sich auch mit dem neuen Pächter ab. Der Vertrag mit ihm soll im April endgültig abgeschlossen werden. „So schnell wie möglich“, betont der Geschäftsführer. Zudem seien die Renovierungen ausgeschrieben. Mit der Wiedereröffnung des Hauses Glörtal rechnet der Verantwortliche Mitte Mai, einige Tage später soll der neue Hausherr auch offiziell vorgestellt werden.

Die Böschung am Haus Glörtal ist fertig gestaltet. Nun soll sie begrünt und bepflanzt werden.

Bikerparkplatz 

Der Parkplatz für Zweiräder unterhalb des Haus Glörtal soll nach den Baumaßnahmen wieder installiert und so angelegt werden, dass die Rettungswege trotz Parkender Motorräder frei bleiben. Zudem sollen Maßnahmen ergriffen werden, die das Aufeinandertreffen der Bikes mit den Fahrzeugen vom großen Parkplatz regeln. 

Hunde 

Talsperren-Besucher mit Hund müssen sich weiterhin auf strikte Regeln einstellen. „Wir müssen uns da an die gesetzlichen Vorgaben halten“, sagt Hans-Ulrich Wehmann. Ein Feinschliff der Ausführungen erfolge noch. Generell gelte aber, dass das Betreten mit Hunden im gesamten Bereich der Badestelle (zwischen Rundweg und See) am Land und im Wasser nicht erlaubt ist. Ausgenommen ist der Zugang zum Badekiosk. Da eine gesetzliche Änderung aus dem früheren Badestrand eine Badestelle macht, gebe es auch keinen Hundestrand mehr. „Entgegen der medialen Berichterstattung ist die Glör kein Hunde-Eldorado, die Vierbeiner sind grundsätzlich anzuleinen.“ Für die Glör werde es bald eine entsprechende Satzung geben. Auch der Aufenthalt mit Hunden im Überschwemmungsbereich ist derzeit noch verboten. Die Hinterlassenschaften der Tiere könnten dazu führen, dass sich Algen bilden und das Wasser „umkippe“, so der Geschäftsführer weiter. Er rät den Besitzern dazu, Tüten bereitzuhalten und den Kot mitzunehmen.

Für die Aufschüttung der Badestelle liegen Säcke mit grobem Schotter bereit.

Beschilderung 

Das Beschilderungssystem rund um die Talsperre werde derzeit komplett neu erarbeitet. Bis Mitte/Ende Mai werden die neuen Schilder für die Badestelle (mit Baderegeln), für die Hundebesitzer und für den Seerundweg aufgestellt. Für Wanderer und Spaziergänger werde im Rahmen des von Vital NRW und Leader geförderten Entwicklungskonzeptes Glör 365 verschiedene Bausteine zur Aufwertung des Weges umgesetzt. Es werde beabsichtigt, ihn als „Premium-Spazierwanderweg“ zertifiziert zu lassen, heißt es weiter. 

Für den Wanderrundweg soll es im Zuge der Aufwertung des Gewässerumfelds ein komplett neues Schildersystem mit speziellen Hinweistafel geben.

Müll 

Im Mai ist an der Glör eine große Müllsammelaktion geplant. „Die Menschen sollen möglichst ihren Müll wieder mitnehmen. Wir wollen bei den Besuchern ein Bewusstsein für den Ort schaffen. Er soll naturnah bleiben.“

Das Restaurant Haus Glörtal bekommt neue Treppen.

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