Klagebach: Verkehr soll ab dem 22. Oktober rollen

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Die Arbeiten an der Klagebach laufen noch bis Ende Oktober. Für den gesamten Verkehr soll die Straße am 22. Oktober freigegeben werden. ▪

SCHALKSMÜHLE ▪ Nun ist es offiziell: Die Baustelle Klagebach wird bis Ende Oktober dauern. Ab Montag, 22. Oktober, sollen die Busse und der Individualverkehr wieder wie gewohnt die Klagebachstraße durchfahren, dann allerdings auf der neuen Fahrbahn der K 36.

Dies ist Ergebnis eines Gespräches mit allen Beteiligten, zu dem Bürgermeister Jörg Schönenberg eingeladen hatte, um Klarheit zu schaffen. Erstmals werden auch Details zu den Gründen der Baustellen-Verlängerung genannt.

„Alles in allem ist es bisher nicht glücklich gelaufen – vor allem die Informationspolitik war nicht gut“, sagte Bürgermeister Jörg Schönenberg auf Anfrage unserer Zeitung. Aus diesem Grund hatte Schönenber die Vertreter der Auftraggeber Enervie, die für die Erneuerung der Gas-, Wasser- und Stromleitungen verantwortlich sind, sowie des Märkischen Kreises, in dessen Auftrag die Erneuerung der Fahrbahndecke erfolgt ins Rathaus eingeladen. Außerdem war Ingenieurbüro Frisch (IF) aus Siegen, das mit der Projektsteuerung für alle drei Gewerke beauftragt ist, bei dem Gespräch dabei. Ziel des Bürgermeisters war es, Klarheit zu schaffen. Schönenberg: „Die Bürger brauchen Antworten.“ Aus diesem Grund formulierten sie eine Pressemitteilung – darin heißt es: „In der Anfangsphase der Baustelle lief es besser als erwartet. Die Baufirma Heckmann aus Wiehl konnte zusammen mit der Enervie die Versorgungsleitungen deutlich schneller in die Erde bringen als geplant.“ Deshalb sei mit dem Kanalbau früher begonnen worden. Die Bauleistungen hätten parallel ausgeführt werden können. „In der noch laufenden Vollsperrungsphase ließ sich der Kanalbau in offener Bauweise deutlich schneller herstellen als unter halbseitiger Verkehrsführung“, heißt es.

Doch dann habe es unerwartete Schwierigkeiten gegeben. Eine etwa 35 Meter lange alte Stützmauer musste unter den Versorgungsleitungen zusätzlich entfernt werden, um die neuen Kabelschutzrohre in der richtigen Tiefe wieder einbauen zu können. Auch im Bereich des Umspannwerkes seien Hindernisse im Boden gefunden worden, die das Vorankommen erschwerten. 20 cm unter der Straßenoberfläche liegende Telekomleitungen, die eigentlich wesentlich tiefer verlegt sein müssten, wurden mehrfach von Baumaschinen beschädigt, so dass diese ausgebessert werden mussten. Felsvorkommen im oberen Bereich der Kanalbautrasse, teils unmittelbar unter dem Asphalt, konnten nur in einem aufwändigen Verfahren abgefräst werden. „Unglücklicherweise wurden diese im Rahmen der Bohrungen des vorab durchgeführten geologischen Gutachtens nicht erfasst“, heißt es.

Vergangenen Freitag sei die Kreuzung der Klagebachverrohrung mit dem Abwasserkanal in Angriff genommen worden. „Die Arbeiten am Hauptsammler sind insgesamt bis auf einige Hausanschlüsse abgeschlossen.“

Für die Telekom sollten, auf frühere Nachfrage im Zuge der Planung, keine neuen Leitungen verlegt werden. Erst später sei der Firma Heckmann der zusätzliche Auftrag der Telekom für die Erneuerung der Hauptleitungen inklusive der Hausanschlussleitungen erteilt worden. Die Ausführung der Telekomleistungen erfolgt nun unmittelbar vor der Herstellung des Straßenbaus. Da diese Leistungen im ursprünglichen Bauzeitenplan nicht enthalten waren, musste dieser um weitere vier Wochen verlängert werden.

Vor dem Straßenausbau werden noch die Gehwege wieder hergestellt.

Vorbereitung

für Straßenbau

Mit den vorbereitenden Arbeiten für den Straßenbau wurde im oberen Bauabschnitt bereits begonnen. Die alte Straße wird 70 Zentimeter tief ausgekoffert, um den neuen Straßenoberbau herzustellen. Auch hier erschweren die oben beschriebenen Felsvorkommen ein zügiges Arbeiten. „Für die angestrebte hohe Qualität des Straßenaufbaus ist diese Vorbereitung unerlässlich. In Teilbereichen ist hierfür auch eine Vollsperrung der Straße erforderlich.“

In der Summe hätten die unvorhersehbaren Faktoren dazu geführt, dass die Fertigstellung insgesamt länger dauert. Aufgrund der bereits fortgeschrittenen Jahreszeit ist eine Ausführung unter Vollsperrungsbedingungen nicht mehr zu vermeiden. „Aus diesem Grund fährt die MVG seit vergangenem Montag wieder die Umleitungsstrecke.“ ▪ mc

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