Aufgeben gibt’s nicht: Die Bocchicchios bleiben dran

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Luigina und Vito Bocchicchio sind Optimisten. Obwohl ihr Geschäft und die Wohnung an der Volmestraße ausbrannten, blicken sie zuversichtlich in die Zukunft. ▪

SCHALKSMÜHLE ▪ Nackte Wände, verbrannte Kabel, Staub. Wo Vito Bocchicchio einst italienische Spezialitäten verkaufte, sieht’s derzeit so gar nicht appetitlich aus. Der Inhaber des Lebensmittelgeschäfts steht vor dem Nichts. Im September brannte das viergeschossige Haus an der Volmestraße – neben den Geschäftsräumen auch die Wohnung der Bocchicchios – nahezu aus.

Und trotzdem hat der 71-Jährige noch ein Lächeln auf den Lippen. „Aufgeben kommt nicht in Frage“, meint er und schaut zu seiner Frau Luigina herüber. „Ja, wir schaffen das schon“, sagt sie mit lauter Stimme. Denn im Raum nebenan schepperts‘s gewaltig. Die Handwerker sind dabei, die Ruine wieder bewohnbar zu machen. Und: Den Laden zu sanieren. Eine neue Decke muss her, die Wände müssen verputzt und gestrichen und ein Boden verlegt werden.

Noch vor Weihnachten soll es hier wieder Nudeln, Antipasti, Käse und Schinken geben. Ein ehrgeiziges Ziel. „Es wird ziemlich knapp“, räumt Vito Bocchicchio ein. Und wenn‘s nicht klappt, dann aber spätestens im Januar, fügt Luigina hinzu.

Schon seit 1973 betreiben die beiden das Spezialitätengeschäft an der Volmestraße. Das Paar hat keine Angestellten, sie stehen immer selbst hinter der Ladentheke. Und sie dachten nach dem Brand nicht einen Augenblick ans Aufhören? „Nein. Wir lieben unseren Laden. Wir machen weiter“, sagt Vito Bocchicchio. Der 71-Jährige und seine 69-jährige Ehefrau wollen trotz fortgeschrittenen Alters weiter arbeiten. Die Zeit bis zur Neuereröffnung nutzen die ehrgeizigen Italiener, um sich Gedanken über die Gestaltung zu machen. ▪ Lisa-Marie Weber

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