„Schon als Kind war ich sehr tierlieb“

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Die schwarz-weiße Hündin Molly spielt nicht nur im Roman von Astrid Pomaska eine ganz wichtige Rolle. ▪

SCHALKSMÜHLE ▪ Ein Hahn, der sich vor seinen Hennen fürchtet, ein Baby, das nur knapp einem Anschlag entkommt, und ein Maisbauer mit einem dunklen Geheimnis. Nach mehreren Kinderbüchern hat die Schalksmühler Autorin Astrid Pomaska nun ihren ersten Roman herausgebracht. Darin erzählt sie eine kleine Geschichte vom Dorf.

Mit „Hennengeflüster“ gelingt es der Autorin, durch eine sehr lebhafte Erzählweise und einer ordentlichen Portion Humor den Leser gleichsam zum Lachen und Nachdenken zu bringen. Zum einen gibt es da einen Hühnerhof. „Das ist eine Soap-Opera“, erklärt Astrid Pomaska lachend. Der Leser nimmt teil an den Gedanken der vermenschlichten Tiere des Hofes und erfährt dadurch alles über die Sorgen und Freuden des Tierdaseins.

Und dann sind da noch die Dorfbewohner, von denen jeder eine andere Geschichte zu erzählen hat. Und so erlebt der Leser die Trauer eines Bauern um seine verstorbene Frau ebenso mit wie Szenen häuslicher Gewalt im Nachbarhaus.

Natürlich darf in einem Roman eine Liebesgeschichte nicht fehlen. Diese liefern der Hühnerbaron Steffen und seine Auserwählte Sara. Die Tierbefreierin ist in dem Glauben, ihr Steffen betreibe einen Bio-Hühnerhof. In Wahrheit ist er jedoch Besitzer einer Hühnerfabrik.

Vor etwa zwei Jahren wurde Astrid Pomaska von einer regelrechten Schreibwut befallen. Inspiriert von den Erlebnissen mit ihren Hühnern, Enten und der Hündin Molly, die als Vorlage der Romanfiguren dienen, machte sie sich daran, alles in eine Geschichte zu packen. „Am Anfang habe ich noch viel nachgedacht. Dann ist eine Eigendynamik entstanden“, erinnert sich die Autorin.

Innerhalb von sechs Wochen war das komplette Buch geschrieben. Bezüglich der Geschehnisse im Dorf ihres Romans sei sie vom Leben in Holthausen inspiriert worden. Allerdings seien die Personen frei erfunden und nicht an die Bewohner Holthausens angelehnt.

Auch wenn der Leser insbesondere über das Verhalten der Tiere immer wieder lachen muss, ist es Astrid Pomaska wichtig, ihr Hauptthema, nämlich den Menschen den Tierschutz nahe zu bringen, mit dem notwendigen Ernst aufzugreifen. „Schon als Kind war ich sehr tierlieb“, erklärt Pomaska. Aus diesem Grund sei sie auch Vegetarierin geworden: „Mir leuchtet nicht ein, wo der Unterschied zwischen einem Haus- und einem Nutztier liegt. Wenn man ein Tier näher kennenlernt, erkennt man ein Individuum. Das muss man achten.“

Als Erzieherin sei es ihr ein Anliegen, Kinder früh mit Tieren in Kontakt zu bringen. Und so lädt sie die Jungen und Mädchen ihrer Gruppen regelmäßig zu sich ein. Dann dürfen die Kinder die tierischen Protagonisten des Romans hautnah erleben.

Derzeit arbeitet Astrid Pomaska an ihrem nächsten Buch. Dabei handelt es sich um eine Art Wegweiser durch das Kindergartenjahr. Für jeden Monat beinhaltet das Buch Geschichten, Lieder und Basteleien. „Ich arbeite seit zehn Jahren an dem Buch“, sagt Astrid Pomaska, die hofft, das fertige Werk im Herbst dieses Jahres präsentieren zu können. ▪ Jana Peuckert

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