Maßnahme

Asenbach: Arbeiten an Straße verzögern sich

Asenbach, Schalksmühle
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Die Hohlräume über der Verrohrung sind deutlich zu erkennen.

Eine weitere Baumaßnahme in Schalksmühle sorgt für Überraschungen – diesmal im Straßen- beziehungsweise Kanalbau.

Schalksmühle – Wie Ralf Bechtel, Fachbereichsleiter Technisches Bauamt, in der jüngsten Ratssitzung mitteilte, kann die Baumaßnahme an der Asenbach nicht wie geplant in diesem Jahr fertig gestellt werden. Der Grund dafür liegt im Bereich der Bachverrohrung, die sich fast über die gesamte Straßenlänge unter der Fahrbahn hinzieht.

Das bedeutet, dass auch eine erneute Abstimmung des Zeitplans mit dem Märkischen Kreis und dem Landesbetrieb Straßen.NRW erforderlich ist bezüglich des Neubaus der Brücke und der Sanierung der Glörstraße. Da dafür eine Vollsperrung notwendig ist, soll die Umleitung über die Asenbach erfolgen. Geplant ist, zuerst die Abwasser- und Bachkanäle in der Asenbach zu erneuern, dann die Arbeiten an der Glörstraße in Angriff zu nehmen und schließlich die Fahrbahn der Asenbach zu sanieren, wenn diese nicht mehr als Umleitung benötigt wird.

Kanalsanierung in bestimmten Verfahren

Die Kanalsanierung, die in der Zuständigkeit des Ruhrverbandes liegt, kann wie geplant im Inline-Verfahren durchgeführt werden. Bei den Arbeiten an der Bachverrohrung haben sich gravierende Probleme ergeben. Als mit dem Austausch der undichten Muffen begonnen wurde, habe sich gezeigt, so Bechtel im Ausschuss, dass das Material immer wieder nachgebe. Eine Überprüfung habe dann ergeben, dass es rund um die Verrohrung des Asenbachs auf der gesamten Länge großflächige Unter- und Überspülungen gibt. Hohlräume unter den Rohren sind bis zu 40 Zentimeter tief, oberhalb immer noch bis zu zehn Zentimeter. Das habe man im Vorfeld bei der Kontrolle der Rohre von innen mit der Kamera nicht feststellen können.

Aufgrund dieser Schäden ist es nicht möglich, die Verrohrung wie geplant im Inline-Verfahren durchzuführen. Vielmehr müsse nun in offener Bauweise gearbeitet werden, weil nicht nur die Rohre ersetzt, sondern auch der Unterbau der Straße neu verdichtet werden muss. Wenn man über diesen Hohlräumen die Straße saniere, seien die nächsten Schäden bereits programmiert.

Erneute Ausschreibung der Maßnahme

Da ein Verfahren mit offener Bauweise nicht über den Winter hinweg erfolgen kann, wurde die Baustelle inzwischen weitestgehend abgebaut. Schotterflächen, die durch die Erdarbeiten entstanden sind, wurden provisorisch asphaltiert. Damit ist ein uneingeschränkter Verkehrsfluss und Winterdienst möglich, erklärt Bechtel. Für die Sanierung der Bachverrohrung muss nun eine erneute Ausschreibung unter den geänderten Vorzeichen erfolgen. Dafür müsse zunächst eine neue Planung erstellt werden.

Bechtel geht davon aus, dass die Arbeiten dann im Frühjahr beginnen können, sobald es das Wetter zulässt. Allerdings sei wegen des größeren Aufwandes wahrscheinlich auch mit höheren Kosten als ursprünglich veranschlagt zu rechnen.

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