Architekt stellt Primus-Pläne vor

Ein Glassteg (links) soll die beiden Schulgebäude der Primus-Schule am Löh verbinden. Die Planer stellen sich außerdem vor, ein Gebäude für Kunsträume zu errichten. Die Primus-Farben sollen sich am und im Gebäude widerspiegeln.

SCHALKSMÜHLE - Nicht nur pädagogisch, sondern auch baulich soll die Primus-Schule zu einem Leuchtturmprojekt werden. Architekt Christoph Feld und Schulplaner Joachim Körbitz stellten nun die ersten Pläne im Pädagogischen Zentrum (PZ) Löh vor. Das Besondere:Ein Turm und ein Glassteg sollen beide Schulgebäude am Löh miteinander verbinden.

Anthrazitfarbene Platten treffen auf Lärchenholz. Die Fensterrahmen sind in den Primus-Farben Orange, Grün, Blau, Gelb, Rot und Lila gestrichen. Zwischen den Gebäuden der jetzigen Grundschule und der Verbundschule steht ein großer Turm. Ein Glassteg verbindet die Gebäude. In dem Turm können Kunsträume untergebracht werden, meinte Christoph Feld. „Räume, die sowohl von den jüngeren als auch den älteren Schülern genutzt werden können.“

Aber nicht nur der Neubau, sondern auch die bestehenden Gebäude sollen komplett umgebaut werden. Dabei spielt die Fassade eine wichtige Rolle. „Wir machen uns auch schön, wenn wir ausgehen. Daher ist es auch wichtig, dass die Primus-Schule gut aussieht“, erklärte Feld. Im Zuge der energetischen Sanierung soll auch die Fassade neugestaltet werden. Dabei gebe es mehrere Optionen – drei Planentwürfe hat das Architektenbüro erstellt. Mal ist der Holz-Anteil höher, mal der aus Anthrazit. Außerdem soll viel Glas verbaut werden. Körbitz: „Wir wollen eine transparente und offene Schule.“

Daher sollen im Inneren des Gebäudes viele Betonwände durch Glas-/Stahlkonstruktionen ersetzt werden. „Wir reißen Wände ein – nicht nur im Kopf“, machte Christoph Feld deutlich. Die Glaswände sollen die Kommunikation erhöhen. Stahlträger können durch Magnete als Tafeln benutzt werden. Auch der Lehrertrakt soll offen gestaltet werden.

Zum pädagogischen Konzept der Schule gehört die Eigenverantwortlichkeit – daher sollen die Klassenräume, die auch Nebenräume bekommen sollen, im Optimalfall eigene Toilettenanlagen erhalten. Körbitz: „Dann ist jeder für den eigenen Trakt verantwortlich und muss sich kümmern, das dort kein Unfug gemacht wird.“

Ebenfalls wichtiges Element ist der Mensabereich. Die jetzige Pausenhalle und Eingangsbereich soll umgebaut werden. Auf zwei Etagen soll dort ein Speiseraum entstehen, in dem bis zu 220 Schüler gleichzeitig essen können. Dadurch muss der Haupteingang verlegt werden. Dieser soll an der Tür des jetzigen Pädagogischen Zentrums entstehen. In Nähe des Eingangs sollen Räume der Schülervertretung und ein Musikraum entstehen. Wichtig ist den Planern, dass die neue Schule barrierefrei wird. Dazu soll ein Aufzug gebaut ins Gebäude gebaut werden.

„Ich bin total begeistert von den Plänen und hoffe, dass wir Teil von der Primus-Schule werden können“, sagte Zdenka Schwabbauer, die mit ihrem Sohn Max an der Veranstaltung teilnahm. Da Schwabbauer in Lüdenscheid lebt, ist noch nicht sicher, ob ihr Sohn angenommen wird. „Die Schule sieht echt toll aus“, meinte Max. Bei einer Umfrage, wer von den mehr als 60 Besuchern die Schule so haben möchte, meldete sich nur einer, der sich dagegen aussprach. „Können wir uns das überhaupt leisten?“, war seine Frage. Die Baukosten sollen bis nächste Woche kalkuliert werden.

Bürgermeister Jörg Schönenberg sagte, dass innerhalb von drei bis vier Jahren der gesamte Umbau erledigt sein soll. „Die Arbeiten werden abschnittsweise durchgeführt und sollen so stattfinden, dass die Schüler dadurch nicht negativ beeinträchtigt sind.“ - Von Matthias Clever

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