Arbeiten verzögern sich witterungsbedingt

A 45: Bohrungen an Talbrücke Sterbecke dauern an

Größere Last: Der Brückenteil in Fahrtrichtung Dortmund wurde verstärkt, um ab 2020 den Verkehr in beiden Richtungen zu tragen.

Schalksmühle - Die Probebohrungen auf und unter der Talbrücke Sterbecke sind winterbedingt etwas im Verzug und werden noch ein paar Wochen andauern.

Nach ursprünglicher Planung sollten die Probebohrungen Ende Januar, Anfang Februar abgeschlossen sein. „Die Arbeiten haben sich wegen des Frosts etwas verzögert“, erklärt Karl-Josef Fischer, Pressesprecher der Regionalniederlassung von Straßen.NRW in Südwestfalen. Da bei den Bohrungen viel Wasser im Einsatz sei, habe man bei den Minusgraden aufgrund eingefrorener Tanks und Leitungen nicht bohren können. 

Die bis zu 25 Meter tiefen Probebohrungen werden sowohl unter der Talbrücke als auch – im Bereich der Widerlager nämlich – durch die Straßendecke der A 45 hindurch gemacht. Diese Baugrunderkundungen sollen Aufschluss darüber geben, wo genau die Fundamente für die neu zu errichtende Brücke gegossen werden können. 

Bohrungen prüfen Baugrund

Die Talbrücke Sterbecke wird durch einen Neubau ersetzt.

„Die Bohrarbeiten auf der Fahrtrichtungsseite Frankfurt sollen Ende dieser Woche abgeschlossen werden“, sagte Fischer bei einem Ortstermin am vergangenen Donnerstag. Danach werde die Schutzwand, die die Arbeiten direkt neben der Fahrbahn absichert, abgebaut und auf der anderen Seite, Fahrtrichtung Dortmund, wieder aufgebaut. 

Denn dort muss im Bereich der Widerlager an beiden Enden der Brücke noch jeweils eine Bohrung gemacht werden. „Wir gehen dabei von zweimal fünf Tagen aus.“ Bis zum 8. März sollen also voraussichtlich die Bohrungen auf der Autobahn abgeschlossen sein. 

Aber auch unterhalb der A 45 laufen die Bohrungen weiter. Zehn Bohrungen sind noch zu machen, was noch mindestens zwei Monate in Anspruch nehmen werde. „Das hat aber keine Auswirkungen auf die Verkehrsführung“, sagt Fischer. 

Bodengutachten wird erarbeitet

Aus den entnommenen Bohrkernen werde dann sukzessive ein Bodengutachten erarbeitet, das spätestens im Mai oder Juni vorliegen soll. „Das brauchen wir, um dann europaweit ausschreiben zu können.“ 

Anhand von Bohrkernen wird geprüft, wo genau dessen Fundamente stehen können.

Die Aufträge den Ersatzbau der rund 60 Jahre alten Talbrücke möchte der Landesbetrieb Mitte dieses Jahres ausschreiben und möglichst bis Jahresende vergeben, um dann im Frühjahr 2020 mit den Bauarbeiten beginnen zu können. Die Kosten für den Abriss der alten und den Bau der neuen Talbrücke Sterbecke betragen nach derzeitiger Schätzung insgesamt 51 Millionen Euro, bei einer veranschlagten Bauzeit von vier Jahren. 

Brücke für größere Last verstärkt

Die Talbrücke Sterbecke besteht aus zwei Teilbrücken. „Wir haben den Vorteil, dass wir ein Bauwerk komplett wegnehmen und neubauen können“, sagt Fischer. Zunächst wird der Teil in Fahrtrichtung Frankfurt abgerissen, der Brückenteil in Fahrtrichtung Dortmund muss dann eine höhere Last tragen. 

Dazu wurde dieser Teil zunächst „auf Vordermann gebracht“, so erklärt Fischer: „Wir haben die eine Hälfte des Bauwerks verstärkt, damit es in den nächsten vier Jahren den Verkehr aus beiden Richtungen aufnehmen kann.“ Es wurden Schubverstärkungen angebracht, welche die entstehenden Querkräfte aufnehmen sollen. Dabei handelt es sich um Stahlklammern, die unterhalb der Brücke sichtbar sind. Nicht zu sehen sind die Spannglieder, mit denen das Bauwerk im Innern auch in Längsrichtung verstärkt wurde.

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