A45

Talbrücke Sterbecke: Freie Fahrt in der Bauzeit

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Die Talbrücke Sterbecke, bereits in den 1960er-Jahren gebaut, wird täglich von bis zu 55 000 Autos und Lastwagen befahren. Weil das Bauwerk diesen Belastungen nicht mehr dauerhaft standhält, soll es ab 2019 durch eine neue Brücke ersetzt werden.

Schalksmühle - Voraussichtlich ab Anfang 2019 wird der Bereich um die Autobahnbrücke Sterbecke an der A45-Anschlussstelle Lüdenscheid-Nord für rund dreieinhalb Jahre zu einer Großbaustelle.

In diesem Zeitraum soll das marode Brückenbauwerk abgerissen und durch ein neues ersetzt werden. Die gute Nachricht für alle Verkehrsteilnehmer: Die Anschlussstelle Lüdenscheid-Nord muss während der Arbeiten nicht dauerhaft gesperrt werden. 

„Eine Sperrung wäre bei dem hohen Aufkommen an Pkw- und Schwerlastverkehr fatal. Deshalb war es bei den Planungen ein zentraler Punkt, die Nutzung der Anschlussstelle Lüdenscheid-Nord während der Arbeiten möglichst dauerhaft zu gewährleisten“, sagt Karl-Hermann Metz, Projektgruppenleiter A45 beim Landesbetrieb Straßen.NRW. 

Brücke wurde 2016 extra verstärkt 

In der ersten Bauphase wird zunächst der komplette Verkehr auf die Brückenseite in Fahrtrichtung Hagen/Dortmund umgelegt. „Dafür haben wir die Brücke im vergangenen Jahr extra verstärken lassen“, sagt Metz. 

Nachdem die Anschlussstelle Lüdenscheid-Nord für Fahrzeuge mit einem Gewicht von mehr als 3,5 Tonnen zuvor längere Zeit gesperrt war, zog eine Spezialfirma unter anderem mehrere lange Spannglieder im Hohlkasten des Brückenbauwerks ein, um die Lebensdauer um einige Jahre zu verlängern. Die Kosten betrugen mehr als 1,7 Millionen Euro. 

26 Millionen Euro für Ersatzneubau

Fließt der gesamte Verkehr über diesen verstärkten Teil, kann der Brückenkörper in Fahrtrichtung Frankfurt abgerissen und der Ersatzneubau hochgezogen werden. Sobald dieser steht, wird der Verkehr erneut umgeleitet, dann auf den neuen Brückenkörper, um das verbliebene alte Brückenteil in Fahrtrichtung Hagen rückbauen und ersetzen zu können. Die Kosten für den Ersatzneubau der Talbrücke Sterbecke beziffert Straßen.NRW mit 26 Millionen Euro. 

„Während des gesamten Zeitraums der Arbeiten soll die A45 in diesem Bereich in beide Fahrtrichtungen zweispurig befahrbar sein“, erklärt Metz.

Zukünftig insgesamt acht Fahrstreifen 

Wenn die Maßnahme abgeschlossen ist, wird die neue Brücke insgesamt acht Fahrstreifen haben. Drei Spuren in jede Richtung, dazu die Spuren zur Ab- beziehungsweise Auffahrt an der Anschlussstelle Lüdenscheid-Nord. „Hinzu kommt auf beiden Brückenseiten jeweils ein Standstreifen“, sagt Metz. Bevor die Arbeiten beginnen werden, verspricht der Projektleiter eine weitere Bürgerinformation. „Dann wollen wir die Planungen noch einmal detailliert vorstellen“, so Metz.

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