Asphaltarbeiten am Mathagen

Sauerei am Mathagen - Firma leistet schlechte Arbeit

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Nicht richtig nachgearbeitet: Teerklumpen landen am Mathagen immer wieder auf der Straße.

Schalksmühle – Die Asphaltarbeiten am Mathagen haben eine Menge Schmutz hinterlassen und sorgen damit weiterhin für Ärger bei Anwohnern und Gemeinde.

Unter anderem sind Sinkkästen und Bürgersteige verdreckt. Und das ist nicht die erste Sauerei, die mit den Arbeiten am Mathagen zu tun haben.

So soll es nicht bleiben, versichert Ralf Bechtel, Fachbereichsleiter Technisches Bauamt bei der Gemeinde Schalksmühle. Die Arbeiten am Mathagen seien noch nicht abgeschlossen, denn die Mängel müssten noch von der ausführenden Baufirma aus Bottrop beseitigt werden. 

Die Anwohner sind mit der Ausführung unzufrieden.

„Wir haben die Firma mehrfach telefonisch aufgefordert, die Mängel zu beseitigen, und nun auch noch einmal schriftlich“, sagt Peer Heinzer, Sachgebietsleiter Straßen, Hochbau und Bauhof. Eine von der Baufirma beauftragte Spezialfirma habe aber am Mittwoch damit begonnen, Verunreinigungen im Gehwegbereich – also an Bordsteinen, Bürgersteigen und in Rinnenbahnen – zu beseitigen. 

Die Mängelliste ist lang

Die Mängelliste am Mathagen ist lang. „Als die Firma hier geteert hat, hatten die nicht einmal Abdeckplatten dabei, der Teer ist überall reingelaufen“, berichtet Anwohner Walter Metzner. Mit einer Walze sei zwar überschüssiger Teer abgeschnitten, aber es sei nicht richtig nachgearbeitet worden. „Die haben mit der Schüppe die Teerreste von der Gosse auf die Straße geschippt.“ Später sei der Teer dann wieder zurück in die Gosse und auf den Bürgersteig geschippt worden. „Das ist richtig mit Teerresten versaut“, sagt Metzner. 

Die Bürgersteige sind nicht nur vom Teer verunreinigt, auch die Markierungen von den Arbeiten wurden nicht entfernt, wie Metzner und weitere Anwohner berichten. Lose Asphaltstücke gerieten auf die Fahrbahn und würden festgefahren. Dort, wo die Firma zuletzt Teer direkt am Bürgersteig losgemacht hat, hat der Übergang zum Fußweg eine richtige Kante. 

Gemeinde bestätigt Angaben der Anwohner

All das bestätigt Peer Heinzer von der Gemeinde Schalksmühle, allerdings gibt es bei der Beseitigungen der Verschmutzungen inzwischen Fortschritte mitteilen: „Etwa 50 Prozent der Verunreinigungen sind beseitigt worden, etwa von der Bergstraße bis zum Sendemast. Der Rest bis zur Einmündung Löher Weg muss noch gemacht werden.“ Die Verunreinigungen sind aber nur ein Teil der festgestellten Mängel, für deren Beseitigung die Baufirma sorgen muss. 

Die Mängelliste reicht von nicht entfernten Markierungen bis zu teerverklebten Sinkkästen und Kanalabdeckungen.

Rinnenbahnen seien zum Teil überasphaltiert worden, sagt Heinzer und ergänzt: „Teilweise sind Schieber- und Hydrantenklappen zu tief.“ Besonders schlimm aus Sicht der Anwohner ist die Verunreinigung der Sinkkästen, durch die die Straßenabwässer in die Kanalisation abgeführt werden sollen. „Auch die Schachtabdeckungen der Kanäle sind mit Asphalt vollgelaufen“, sagt Sachgebietsleiter Heinzer. 

Wasserschaden wegen verklebten Sinkkästen

Bei einer Familie sei wegen der mit Teerresten verklebten Sinkkästen und Schachtabdeckungen nach starkem Regen das Wasser über die Böschung in den Keller gelaufen. „Wir sind hier am Hang, die einen wohnen ober-, die anderen unterhalb der Straße, da fließt das Wasser dann runter“, sagt Metzner. „Die Gullys müssten alle aufgemacht und der Teer rausgeholt werden.“ 

Hier hat man sich mit der Bottroper Baufirma nun auf einen Termin verständigt, wie Peer Heinzer mitteilt: „Anfang nächster Woche wird die Firma die Restarbeiten durchführen.“ Er schätzt, dass ein vierköpfiger Bautrupp einen kompletten Tag benötige, um die Mängel zu beseitigen, möglicherweise auch länger. „Eventuell muss auch an einigen Stellen der Gehweg neu gepflastert werden“, sagt Heinzer. Denn im oberen Bereich der Straße am Mathagen sind auch die Verunreinigungen derart massiv, dass noch unklar ist, ob die Spezialreinigungsmaschine diese überhaupt komplett entfernen könnte. Im unteren Bereich sei das allerdings gelungen.

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