Zuständigkeit unklar

Kaputter Zaun sorgt für Aufregung - Sicherheit der Kinder in Gefahr

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Kaputter Zaun an den Bahngleisen beunruhigt einige Anwohnern.

Schalksmühle - Ein kaputter Zaun, der an den Bahngleisen durch das Wohngebiet am Strücken führt, sorgte bei Anwohnern für Aufregung.

„Schon vor sechs Jahren habe ich mich dafür eingesetzt, dass der Zaun erneuert wird“, sagt Patrizia Schmermbeck und postet Fotos vom kaputten Zaun bei Facebook. Ihr geht es dabei um die Sicherheit der Kinder, die durch den kaputten Zaun ihrer Ansicht nach nicht mehr gewährleistet ist. 

„Jeden Tag wird dieser Weg genutzt. Und es sind nur zwei Schritte bis zu den Bahngleisen.“ Sie wohnt am Strücken und läuft mit ihren Kindern regelmäßig auf dem Weg, der parallel zu den Gleisen verläuft. Zwei ihrer drei Kinder gehen diesen Weg jeden Tag zur Bushaltestelle entlang. „Hier geht es um eine lebensgefährliche Lücke.“ 

Auf ihren Facebook-Beitrag reagieren andere nicht nur mit Verständnis. Aber die Argumente, dass Straßen auch nicht eingezäunt seien und man nichts von Kindern, die von einem Zug überfahren wurden, lese, überzeugen die junge Mutter nicht. Sie ist empört darüber, dass die Gefahr von anderen heruntergespielt wird. 

Der Zaun ist seit Jahren kaputt.

Auf Anfrage unserer Zeitung bei der Gemeinde Schalksmühle heißt es, dass der Besitzer des Grundstücks zunächst ermittelt werden müsse. Es sei unklar, ob die Deutsche Bahn oder ein Privatbesitzer zuständig seien. Ein Anruf bei der Deutschen Bahn (DB) sorgte für eine Untersuchung der Sachlage. 

Abriss des Zauns

Auch Silvia Gonzales, Fachbereichsleiterin Bürgerdienste und Soziales, setzte sich mit der DB in Verbindung. Es stellte sich heraus, dass die DB die Verantwortung trägt. „Der Zaun kommt weg und bleibt auch weg. Er wird nicht wieder aufgestellt“, heißt es vonseiten der Pressestelle der Deutschen Bahn. Bereits am Freitag wurde der Zaun komplett abgerissen. 

Anstelle einer Absperrung werden jetzt Schilder aufgestellt – mit der Aufschrift „Betreten verboten“. Dass der Zaun abgerissen wurde, blieb bei den Anwohnern nicht unbemerkt. „Wir hatten die Hoffnung, dass ein neuer aufgestellt wird“, sagt Schmermbeck. „Dass es keinen neuen geben wird, finde ich unglaublich von der Deutschen Bahn.“

Die DB ist sich der Gefahr bewusst: „Auf Gleisen und Anlagen der Deutschen Bahn kommt es trotz Hinweisschildern und gesetzlichen Regelungen leider immer wieder zu schweren Unfällen. Neben Erwachsenen sind es vor allem auch Kinder und Jugendliche, die durch leichtfertiges Verhalten und Unachtsamkeit ihr eigenes und das Leben anderer gefährden.“ 

Ein komplettes Einzäunen der Gleise sei allerdings nicht möglich. „Um Unfälle zu verhindern, kommen neben Zäunen auch zusätzliche Schilder mit Gefahrenhinweisen, Erdwälle oder andere Hindernisse wie Lärmschutzwände zum Einsatz“, heißt es. Damit will sich Schmermbeck nicht zufrieden geben. „Ich werde dafür kämpfen, dass ein neuer Zaun aufgestellt wird“, sagt sie. „Für die Sicherheit unserer Kinder.“

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