Anwohner kritisieren Pläne zum Neubaugebiet Stallhaus

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Oliver Emmerichs (rechts, Fachbereichsleiter Bauverwaltung der Gemeinde) stellte sich beim Ortstermin der Kritik zahlreicher Anwohner an den Plänen zum Neubaugebiet.

Schalksmühle - Reichlich Gesprächsbedarf gab es am Donnerstag bei einer Veranstaltung der „SPD vor Ort“ in Stallhaus, bei der das geplante Neubaugebiet im Fokus stand.

Zahlreiche Anwohner brachten bei der dritten Veranstaltung dieser Art ihre Befürchtungen und Sorgen hinsichtlich des Verkehrsaufkommens und der Höhe der Neubauten zum Ausdruck. Im Beisein vom Oliver Emmerichs (Fachbereichsleiter Bauverwaltung der Gemeinde) sparten die Anwohner nicht mit Kritik an den Plänen.

Die Verkehrssituation sei knifflig, bestätigte SPD-Fraktionsmitglied Michael Siol bei der Begrüßung. Sie werde dadurch nicht besser, dass 36 Wohneinheiten – genauer gesagt über 40 durch die großen, zweigeschossigen Häuser – dazukämen. Ein Verkehrsgutachten sei in Auftrag gegeben worden. Das Ergebnis stehe noch aus. „Wir wollen die gesamte Verbindung Höhengebiet und Ortskern im Blick haben“, erläuterte Siol.

Zum Teil seien Einwendungen gegen den Bebauungsplan, der einen Monat ausgelegen hatte, eingegangen. Diese würden jetzt an das Planungsamt gehen. Stellvertretend für den erkrankten Ralf Bechtel (Fachbereichsleiter Technisches Bauamt) erläuterte Oliver Emmerichs den Anwohnern dazu nähere Details. Seitens der Bürgerschaft seien zwei Einwendungen gegen den Bebauungsplan eingegangen, erklärte er. Beide würden sich auf die Höhe der Neubauten beziehen. Diese Einwände könnten unter Umständen – nicht zwangsläufig – zur Überarbeitung der Planungen führen. In den vergangenen Jahren habe es immer Kompromisse gegeben.

Als weitere Stationen im Entscheidungsprozess nannte Emmerichs die Bauausschusssitzung am 26. Juni, danach die Hauptausschusssitzung am 3. Juli sowie abschließend die Entscheidung am 10. Juli im Rat.

Sowohl auf die mögliche zweigeschossige Bauweise der Neubauten im oberen Bereich des Neubaugebiets als auch auf die darunter liegenden Häuser in vorderster Reihe zum bestehenden Häuserbestand, in denen in den Hang gebaute Souterrainwohnungen entstehen könnten, zielte die Kritik der Diskussionsteilnehmer. Wie eine Anwohnerin monierte, weisen diese (eingeschossigen) Häuser eine Höhe von 12,50 Meter – Bezugshöhe zur neuen Straße – aus. Eingeschossige Häuser im Bestand – erlaubt war seinerzeit Zweigeschossigkeit – sah sie dadurch erdrückt und jeglicher Sicht beraubt.

Höchste Häuser am höchsten Punkt

Einmal mehr bekräftigten die Anwohner ihr Unverständnis darüber, dass die höchsten Häuser des Neubaugebiets ausgerechnet am höchsten Punkt der zu erschließenden Fläche entstehen sollen. „Es wird nicht sein, dass die Gebäude höher als die Bestandsgebäude sind“, versuchte Emmerichs zu beschwichtigen. „Und es wird nicht so sein, dass man frontal auf eine Häuserwand schaut.“

Auch die Verkehrssituation brannte den Stallhausern unter den Nägeln. Die geplante Entschärfung der Parksituation durch zwei Stellflächen an jedem Neubau war da nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

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