23 Antworten auf Primus-Post

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110 Luftballons mit Postkarten ließen die Primusschüler Anfang März in den Himmel steigen, 23 Menschen schickten ihnen Antworten. Am 24. Juni zeichnet die Schule die Schüler aus, deren Ballons den weitesten Weg zurückgelegt haben.

Schalksmühle - Anfang März ließ die Primusschule anlässlich des Besuchs von NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann 110 bunte Luftballons in die Höhe steigen. Daran befestigt waren Postkarten – versehen mit Wünschen, den Namen der Schüler und der Bitte, die Karten doch zurück zur Schule zu schicken.

23 Rücksendungen erhielt die Primusschule, darunter Antworten, die selbst die Schulleitung überraschten. „Wir haben überhaupt nicht mit so vielen Rücksendungen gerechnet“, erzählt Rektorin Martina Schumacher. „Das ist für den Finder ja auch immer mit etwas Aufwand verbunden.“ Am Tag der Aktion muss wohl ein Süd-West-Wind geweht haben, da zahlreiche Luftballons im Saarland und viele sogar in Frankreich gefunden wurden. „In Sarrebourg wurden zum Beispiel sechs Ballons gefunden“, sagt Schumacher.

Fast alle Rücksendungen waren auch mit einem kurzen Anschreiben versehen. „Die Franzosen haben immer auf Deutsch geantwortet“, freut sich Konrektorin Anja Krause. Viele nahmen auch Bezug auf die Wünsche der Primusschüler. „Zum Beispiel schrieb Franci aus Frankreich der Schülerin Misbah, dass sie ihr viel Spaß im Baumhaus wünscht. Das hatte Misbah nämlich als Wunsch auf ihre Karte geschrieben“, sagt Krause.

Ein Baumhaus beziehungsweise Spielgeräte für den Schulhof wünschten sich die meisten Schüler. „Aber auch, dass alle gesund bleiben“, sagt Schumacher. Die Wünsche möchte die Primusschule am 25. Juni, dem vorletzten Schultag vor den Ferien, im Rathaus an Bürgermeister Jörg Schönenberg übergeben.

Viele der Luftballon-Finder ließen die Kinder auch wissen, wo sie die Luftpost gefunden haben. Schumacher: „Michelle aus Frankreich schrieb zum Beispiel, dass ihr Mann Phillipe den Ballon auf einem Rapsfeld gefunden hat. Andere schickten sogar eine Karte mit und markierten ihren Wohnort.“ Im Schulunterricht gingen die Kinder auf Spurensuche und schauten nach, in welcher Region die Finder wohnen.

Das französische Mädchen Callista schrieb wiederum in ihrem Brief an die Schülerin Sophie, dass sie gerne erfahren würde, ob ihr gefundener Ballon denn am weitesten geflogen ist. Denn drei Primusschüler, deren Postkarten am weitesten von Schalksmühle weg gefunden wurden, erhalten dafür Preise in Form eines Kapuzenpullis, einer Tasche und einer Tasse – alles verziert mit dem Primus-Logo.

Welche Karte den weitesten Weg schaffte, ist schon bekannt: In einem französischen Ort in 445 Kilometer Entfernung wurde der Ballon gefunden. Schumacher: „Die drei Sieger zeichnen wir aber erst am Kennenlern-Tag aus, den wir am 25. Juni in der Schule veranstalten. Dazu sind auch die Eltern eingeladen.“

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