Jahnsportplatz: "Hütten sollten nicht leerstehen"

+
Die Holzhäuser am Jahnsportplatz sind seit ihrer Fertigstellung im vergangenen Jahr ungenutzt.

Schalksmühle - Können die seit rund einem Jahr leerstehenden Holzhäuser auf dem Jahnsportplatz, die 2016 zur Unterbringung von Flüchtlingen errichtet worden sind, für Ferienfreizeiten von Jugend- oder Sportgruppen genutzt werden?

Mit diesem Antrag der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) Schalksmühle beschäftigte sich am Montag der Gemeinderat in seiner ersten Sitzung nach der Sommerpause. 

„Die Hütten sollten nicht weiterhin leerstehen, Ziel muss es sein eine alternative Nutzung zu finden“, erklärte Bernd Müller, Vorsitzender der UWG Schalksmühle, den Antrag. Um Aktionen und Aktivitäten dieser Art, vielleicht sogar im kulturellen Bereich, die es in der Gemeinde in dieser Form bisher nicht gebe, zu entwickeln, müsse allerdings ein Verein, eine Institution oder Organisation gefunden werden, die sich federführend um dieses Projekt kümmere, um nicht die Verwaltung damit zu belasten. Müller brachte als mögliche Partner Sportvereine, das Stadtmarketing oder auch die Musikschule ins Spiel. 

„Das Gelände eignet sich hervorragend für Jugendgruppen und deren sportliche Veranstaltungen“, ergänzte UWG-Fraktionskollege Manfred Trimpop. 

Bislang kein Interesse 

Bürgermeister Jörg Schönenberg erklärte auf Nachfrage der SPD, bisher habe noch keine Organisation gegenüber der Gemeinde ihr Interesse bekundet, sich auf dem Jahnsportplatz engagieren zu wollen. „Darüber hinaus haben auch wir als Gemeindeverwaltung Ideen entwickelt, was mit den Holzhütten passieren könnte. Der Plan war es immer sich damit im Herbst zu beschäftigen, wenn nach der Bundestagswahl eine politische Marschrichtung absehbar ist“, sagte Schönenberg, ohne auf weitere Details eingehen zu wollen. 

André Krause von der CDU zeigte sich deshalb „sehr verwundert“ über den Zeitpunkt des UWG-Antrags: „Konsens unter allen Fraktionen war es eigentlich, dass zunächst die Verwaltung eine Beschlussvorlage erarbeitet und diese anschließend in den politischen Gremien diskutiert wird.“ 

Dies soll nun auch mit dem Antrag der Wählergemeinschaft geschehen. Weil alle Fraktionen die Notwendigkeit sehen, sich über eine mögliche Folgenutzung der bislang leerstehenden Sammelunterkunft, die maximal knapp 100 Menschen Platz bietet, intensiv Gedanken zu machen, soll das zunächst in den zuständigen Fachausschüssen erfolgen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare