Anglerheim Strücken: Abriss läuft

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Mitarbeiter der Firma von Martin Hebig sind derzeit mit den notwendigen Abbrucharbeiten beschäftigt. Unter anderem muss der komplette Estrich des Gebäudes entfernt werden. ▪

SCHALKSMÜHLE ▪ Erst kommt der Abriss, dann der Wiederaufbau: Am Anglerheim Strücken tut sich seit kurzem einiges. Noch etwa eine Woche wird es dauern, bis alles das abgerissen und entfernt ist, was einem sicheren Wiederaufbau des im April abgebrannten Gebäudes im Wege steht. Mehrere Container sind bereits voll. Voraussichtlich Anfang September soll dann der Neubau beginnen, erklärt Wolfgang Enders, der Vorsitzende des ASV Saubere Volme.

Enders bedankt sich, dass die Genehmigungsverfahren bei der Gemeinde und beim Märkischen Kreis so zügig vonstatten gingen. „Die Bauämter in Schalksmühle und beim Kreis haben uns sehr gut weitergeholfen.“ Auch wenn es „nur“ um einen Wiederaufbau geht, mussten Statiken und Baupläne vollständig eingereicht werden. Sowohl eine Abriss- als auch eine neue Baugenehmigung mussten beantragt werden.

Im April hatten Jugendliche das Gebäude angezündet (wir berichteten mehrfach). Das Anglerheim, das auch von anderen Vereinen und den Senioren des Ortsteils genutzt wird, wurde bei dem Feuer fast völlig zerstört. Wenn alles gut läuft, hofft Enders im Mai 2012 die Einweihung des neuen Anglerheims feiern zu können.

Aber das ist Zukunftsmusik. Zuerst werden nun alle noch vorhandenen Gebäudeteile entfernt, die durch Feuer und Löschwasser zu stark beschädigt sind. Insbesondere an den Giebelseiten muss ein Stück des noch stehenden Mauerwerkes entfernt werden, um die neue Dachkonstruktion sicher zu gewährleisten. Ansonsten bleiben die Außenwände und auch einige Innenwände des Erdgeschosses stehen. Fliesen, Estrich und Fußbodenheizung müssen aber komplett rausgerissen werden, erklärt Enders. Ob der Kamin stehen bleiben kann ist noch nicht sicher. Von außen sieht er zwar noch recht intakt aus, aber im Innern habe er großen Schaden genommen. Die Entscheidung, ob eine Reparatur oder ein Neubau in Frage kommt, ist noch nicht gefallen.

Der Vereinsvorsitzende ist froh, dass er durch seine Altersteilzeit Zeit hat, sich um alle organisatorischen Fragen zu kümmern und als Ansprechpartner zur Verfügung steht. Klar ist auch, dass sich aus dem Unglück die Chance für Neues ergibt. Die Baupläne sehen ein zeitgemäßes Gebäude auf dem neuesten Stand der Technik, beispielsweise bei der Wärmedämmung vor. Während der Wiederaufbau weitestgehend durch die Versicherung gedeckt ist, muss der Verein selbst sich um die Einrichtung kümmern – da gilt es noch einen Batzen von mindesten 20 000 Euro zu schultern, meint Enders. Aber es gebe bereits viel Unterstützung, für die er sich schon jetzt bedankt. ▪ gör

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