Andrea wütet in Schalksmühle

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18 Mann des Löschzuges Hülscheid waren gestern am Restaurant Steinbeisser im Einsatz. ▪

SCHALKSMÜHLE ▪ Sturm statt Schnee: Der Winter spielt verrückt. Gestern wütete das Tief Andrea über der Volmegemeinde – fegte Bäume um und sorgte für vollgelaufene Keller.

Die Grasnarbe wackelt – gibt leicht nach. Die Stiefel versinken ein Stück. Wie ein Löffel, der in einen großen Wackelpudding gestochen wird. „Der Boden ist vom Regen der Nacht vollkommen gesättigt“, sagt Gemeindebrandinspektor Dieter Coordt und deutet auf eine nebenliegende Wiese. Die Wassermassen werden vom Boden nicht mehr aufgenommen, haben einen großen Teich gebildet und laufen in den Keller des Restaurants Steinbeisser. Mehr als 80 Zentimeter hoch steht das Wasser im Keller. 18 Mann der Löschgruppe Hülscheid sind vor Ort und pumpen den Keller aus. Mit einer weiteren Pumpe wird das Wasser von der Wiese gepumpt. Ein Bagger wird angefordert.

„Wir müssen einen Graben ziehen, damit das Wasser nicht nachdrückt“, erklärt Löschgruppenführer Olaf Plautz. Rund viereinhalb Stunden ist die Wehr im Einsatz – mit Erfolg. „Für die Hilfe bin ich dankbar. Das war ein Schock, als ich den überfluteten Keller gesehen habe. Bei starkem Regen hatten wir in der Vergangenheit schon mal Probleme – aber so schlimm war es noch nie“, sagt Manfred Salzmann, Betreiber des Restaurants Steinbeisser. Als „Glück“ bezeichnet Salzmann, dass derzeit Betriebsferien (bis zum 18. Januar) sind. „So haben wir genug Zeit, wieder alles auf Vordermann zu bringen.“

Während die Wehr in Kuhlenhagen den Keller auspumpte, stieg der Pegel der Volme deutlich von 70 Zentimeter (in der Nacht zu gestern) auf 1,30 Meter an der Messstation Stephansohl an.

Am frühen Morgen musste die Löschgruppe Schalksmühle zu gleich zwei Einsätzen ausrücken. Andrea hatte zwischen 5 und 6 Uhr Bäume an der Hälverstraße und Klagebach umgeworfen. Dieter Coordt: „Glücklicherweise ohne große Schäden.“ ▪ mc

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