Aktivierung und Aufwertung des Bahnhofsumfeldes Süd geht voran

+
Die Mitglieder des Ausschusses für Bauen und Planung nahmen am Montag die vom Planungsbüro vorgestellten Pflastersteine genau unter die Lupe

Schalksmühle - Jeder Häuslebauer weiß, dass jedes Vorhaben vor der Qualität der Materialien abhängt. Nicht anders verhält es sich bei der Leader-Maßnahme „Aktivierung und Aufwertung Bahnhofsumfeld Süd“. Das beauftragte Planungsbüro hatte in den Ausschuss für Bauen und Planung Beispielexemplare für die Pflasterung der geplanten Flächen mitgebracht. Die Steine wurden von den Politikern genau unter die Lupe genommen.

Die ARGE ASS/BBI hatte zudem Ausführungsvorschläge für das Mobiliar und die Bepflanzung im Gepäck. Die Planung sieht vor, dass zunächst der Bahnhofsvorplatz mit „hochwertigen Materialien“ ausgestattet werden soll. Schließlich wolle man hier repräsentative Elemente schaffen. 

So soll die Pflasterung helle Steine in unterschiedlichen Größen ausweisen. Kleinere Steine sollen für die Rampe zur Unterführung genutzt werden. Für eine andere kleine Fläche soll das gleiche Material und für den Park-and-Ride-Parkplatz einfache Pflastersteine verwandt werden. Diese sollen im Gegensatz zu den Steinen des Bahnvorplatzes nicht geschliffen sein. 

Signalstreifen an den Treppen 

Die Treppen zur Unterführung erhalten ein raues Pflaster und Signalstreifen zu besseren Sicherheit. Zur Worthstraße wird heller Beton aufgetragen. Die Sitzstufen sollen denen im Volmepark ähneln. Die Beleuchtung wird Standard sein, die Handläufe aus Edelstahl sollen Punkt-LEDs erhalten. Die Stufen sollen zudem begrünt werden. Darüber hinaus sollen seniorengerechte Sitzbänke, Radbügel und Baumschutzscheiben aus Gusseisen platziert werden. 

Kaugummis sind „brutal“ 

Wie es bei den vorgeschlagenen Pflastersteinen mit der Reinigung ausehe, wollte Lutz Schäfer (SPD) wissen. Kaugummis seien „brutal“, sagte Peter Wegmann vom Planungsbüro. Sie hinterlassen immer Flecken. André Krause (CDU) kritisierte die Planung, da schon so im Gemeindegebiet zu viele unterschiedliche Pflasterungen vorhanden seien. Eine Einheitlichkeit sei nicht gegeben. 

Der Experte antwortete damit, dass der Grundgedanke erhalten bleibe, man aber in der Ausführung neue Interpretationen einfließen lassen möchte. Zudem fragte der Christdemokrat nach, ob für die Pflege der Begrünung zusätzliches Personal beim Bauhof erforderlich sei. Bürgermeister Jörg Schönenberg nahm sich der Sache an: „Wir passen den Stellenplan regelmäßig den Gegebenheiten an. Dennoch werden wir auf eigenes Personal oder Drittkräfte zurückgreifen.“ 

Ortwin Schmidt (UWG) sieht ein Problem darin, dass die geplante Pflasterung durch hohe Nutzung durch Fahrzeuge beschädigt werden. „Dort, wo Fahrzeuge ihre Richtung ändern, entstehen stärke Kräfte.“ Peter Wegmann ist sich sicher, dass diese nicht entstehen werden, da an den betreffenden Stellen nur Autos fahren. 

Das Leistungsverzeichnis für die Gesamtmaßnahme werde derzeit erarbeitet und soll der Gemeinde am 14. Dezember vorgelegt werden, teilt die Verwaltung mit. Das Ausschreibungsverfahren könnte dann noch in diesem Jahr eingeleitet werden. Zur Fertigstellung der Leistungsverzeichnisse sei noch die Entscheidung über die Materialien zu treffen. Der Ausschuss beschloss die Umsetzung der Maßnahme unter Verwendung der Materialien. Weitere Beratungen werden folgen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare